Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
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Biogene Einzelfeuerungsanlagen für Gemeinden kleiner 400 kW Nennwärmeleistung

Als Vorbilder für Energieeffizienz und Klimaschutz können Gemeinden durch Maßnahmen an eigenen Gebäuden das Handeln lokaler Akteure beeinflussen. Deshalb soll der Einbau von biogenen Einzelfeuerungsanlagen sowie von Biomasse- Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen für Gemeinden forciert werden.

Wer wird gefördert?

  • Gemeinden

Was wird gefördert?

  • Gefördert werden Investitionen zur Errichtung biogener Einzelfeuerungsanlagen (Hackgut- und Pelletsanlagen).
     

Hinweis: Es werden nur automatisch beschickte Biomasseheizkessel gefördert.
 

Nicht gefördert werden Investitionen im Zuge eines Neubaus bzw. Maßnahmen im Rahmen einer umfassenden Sanierung, welche über die im Förderprogramm enthaltenen Einzelmaß­nahmen hinausgehen.

Hinweis: Maßnahmen im Sportbereich können bei der Landessportdirektion beim Amt der Oö. Landesregierung eingereicht werden (Tel.: +43 732 7720-76111; E-Mailsport.post@ooe.gv.at).

 

Förderungsrelevante Kosten (ohne MWSt.) sind Ausgaben für:

  • Automatisch beschickte Biomassefeuerungsanlagen (Feuerungsanlage, Beschickung, Rauchgasreinigung)
  • Nebenkosten (z. B. Heizhaus, Spänesilo, Pelletslagertank, Kamin, stationärer Zerspaner bzw. Hacker etc.) max. in der Höhe von 75 Prozent der Anlagenkosten

Wie wird gefördert?

Fördersatz Land

Basisförderung

20 % der förderungsfähigen umweltrelevanten Netto-Investitionskosten

Zuschläge

10 % für Gemeinden, deren aktuelle Finanzkraftkopfquote lt. Bezirks­umlagegesetz einen Wert von 1.000 Euro unterschreitet.
 

10 % für Klimabündnis-EGEM-Gemeinden

Biomasse-KWK Zuschlag:

 

Leistung Min. [kW el]

Leistung Max. [kW el]

Förderbetrag in EUR
je kW el kumuliert über
die Leistungstufen

0

<= 5

1.000

> 5

<= 20

300

> 20

<= 50

200

> 50

 

100

Die Zuschläge sind kumulierbar.

Hinweis: Die Restfinanzierung muss gesichert sein!

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Allgemeine Kriterien:

  • Auf die Beihilfen besteht kein Rechtsanspruch. Das Land Oberösterreich behält sich das Recht vor, unabhängig der Laufzeit die Förderrichtlinien zu ändern und/oder die Förderung einzustellen.
  • Der Antrag muss vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen (z. B. Heizkessel), vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, gestellt werden; wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist.
  • Die jeweilige vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Richtlinien zur Umweltförde­rung in Oberösterreich idgF und Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Ober­österreich idgF.
  • Die geförderte Anlage muss zumindest 10 Jahre lang zweckentsprechend betrieben werden. Um einen zweckentsprechenden Betrieb handelt es sich nur, wenn die geförderte Anlage innerhalb dieses Zeitraums nicht stillgelegt und bei einer Veräußerung der Erwerber auf diese Pflicht hingewiesen wird.
  • Die im Förderprogramm genannten technischen Bestimmungen und Grenzwerte sind einzuhalten.
  • Nicht gefördert werden Eigenbauanlagen und Prototypen, gebrauchte Anlagen und Anlagen mit wesentlichen gebraucht erworbenen Anlagenteilen.
  • Es darf keine andere Landesförderung beantragt werden bzw. gewährt worden sein.
  • Die gesicherte Restfinanzierung muss bestätigt werden.
     

Technische Kriterien:

  • Keine technische Anschlussmöglichkeit an eine biogene Fern-/Nahwärmegemeinschafts­anlage (ausgenommen davon sind innovative Biomassetechnologien sowie Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen).
  • Kesselwirkungsgrad gemäß Österreichischem Umweltzeichen von mindestens 90 Prozent
  • Anlagen zur Verfeuerung von Hackschnitzeln sind nur förderfähig, wenn sie über einen Pufferspeicher verfügen.
  • Durchführung eines hydraulischen Abgleichs der Heizanlage
  • Regelmäßige Wartung der Anlage (mindestens 1 mal jährlich) durch einen Fachbetrieb über einen Zeitraum von 10 Jahren
  • Das Land Oberösterreich fördert automatisch beschickte Festbrennstoffkessel für die Heizwärmeerzeugung, die die festgelegten Emissionsgrenzwerte des Österreichischen Umweltzeichens nach der Richtlinie UZ 37 erfüllen (siehe Tabelle).

Emissionsgrenzwerte automatisch beschickter Biomasseheizkessel gemäß Umweltzeichenrichtlinie (UZ 37) bei Nennlast

 

CO

mg/MJ

Org. C

mg/MJ

NOx

mg/MJ

Staub

mg/MJ

Pelletszentralheizung 45 3 100 15
Hackgutzentralheizung 120 4 100 25

Zusätzliche Technische Kriterien für Biomasse Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen:

  • Eine Förderung erfolgt bis max. 100 kWel.
  • Alle erforderlichen Genehmigungen und Bewilligungen sind vorzulegen.
  • Typenprüfung
  • Wärmegeführte Betriebsweise der Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage
  • Messeinrichtung zur Erfassung der Stromerzeugung im Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozess
  • Nachweis der Inbetriebnahme der Anlage (Abnahmeprotokoll)

Erforderliche Unterlagen:

VOR Umsetzung der Maßnahme:

  • Antragsformular Land
  • Angebote
  • Finanzierungsplan
     

NACH Umsetzung der Maßnahme:

  • Rechnungen und Zahlungsbestätigungen
  • Abrechnungsformular Land
  • Behördenbestätigung

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.

Alle angeführten Unterlagen können elektronisch per E-Mail an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at übermittelt werden.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung Ihrer Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffenden Maßnahmen die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:
 

Antragstellung:
Der Förderungsantrag ist VOR Durchführung der Maßnahme an die Förderstelle des Landes Oberösterreich zu senden. Sämtliche notwendigen Unterlagen für die Beurteilung der Förderungsfähigkeit Ihrer Investition sind mit dem Antrag zu übermitteln. Das Fehlen von Unterlagen verzögert die Bearbeitung des Antrages.
 

Beurteilung:
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Förderungsteams prüfen die Vollständigkeit der Unterlagen und Einhaltung der Kriterien. Nach Abschluss der Kontrolle und Abstimmung mit der Direktion Inneres und Kommunales wird ein auf Basis der prognostizierten Kosten vorläufiger Fördervorschlag erarbeitet.
Dieser genehmigte Fördervorschlag dient der Gemeinde auch als notwendige Kofinanzierungszusage für das Bundesförderprogramm.
  

Genehmigung:
Nach Genehmigung durch das zuständige Landesregierungsmitglied oder die Landes­regierung wird Ihnen eine Förderungserklärung, mit dem Ersuchen um Unterzeichnung, übermittelt.
 

Auszahlung:
Nach Retournierung der Förderungserklärung sowie Umsetzung der gelisteten Maß­nahmen und Vorlage der Rechnungen wird der endgültige Förderbetrag errechnet und auf das von Ihnen angegebene Konto überwiesen. Sollten die tatsächlichen Kosten geringer sein als die Kostenschätzung im Förderantrag, so reduziert sich die Förderung aliquot. Vor Auszahlung ist der Förderstelle zu bestätigen, dass die Gemeinde für die gleiche Maßnahme um keine weitere Landesförderung angesucht bzw. keinen Landeszuschuss erhalten hat.

Rechtsgrundlage

  • Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich

Laufzeit

1. März 2017 bis 31. Dezember 2019 und nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel (es gilt das Antragsdatum).

Formulare

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at