Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
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Förderprogramm zur Unterstützung des Qualitätsmanagements in Klima- und Energiemodellregionen

Der bis 31.7.2019 befristete Förderschwerpunkt unterstützt einmalig oberösterreichische Klima- und Energiemodellregionen (KEM) bei der Umsetzung des ab 2016 vorgeschriebenen Qualitätsmanagements für die Dauer einer KEM-Periode von drei Jahren.

Wer wird gefördert?

Kostenträger des KEM-Qualitätsmanagements

Was wird gefördert?

Kosten einer externen Betreuungs- und Abwicklungsstelle für das Qualitätsmanagement in einer Klima- und Energiemodellregion für die Dauer einer KEM-Periode von drei Jahren.

Wie wird gefördert?

Nach Maßgabe der vorhandenen Mittel ist pro Klima- und Energiemodellregion eine Förderung in Höhe von 75 % der anrechenbaren Kosten, jedoch maximal 18.000 Euro möglich. Pro Klima- und Energiemodellregion wird das Qualitätsmanagement nur einmal unterstützt. Die tatsächliche Förderhöhe hängt davon ab, ob und in welchem Ausmaß die speziellen Förderkriterien zum Zeitpunkt der jeweiligen Jahresabrechnung erfüllt sind. Einnahmen sowie Förderungen anderer Stellen (insbesondere Bundesförderungen) verringern die Basis für die Förderung in diesem Programm. Eine Förderung ist nicht möglich, wenn das Vorhaben bereits von einer anderen Landesstelle gefördert wird.

Hinweise:

  • Bei Vorsteuerabzugsberechtigung des Antragstellers bzw. der Antragstellerin sind die anrechenbaren Kosten ohne Umsatzsteuer zu bemessen.

  • Förderungen für Betriebe mit marktbestimmender Tätigkeit werden ausschließlich als de-minimis-Beilhilfe gewährt.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Neben den in der Förderungserklärung angeführten Voraussetzungen gelten folgende zusätzliche Bedingungen:

Allgemeine Kriterien

  • Jährlicher Bericht aller KEM-Gemeinden an das KEM-Management sowie an das Klimabündnis Oberösterreich im Vorfeld des jährlichen KEM-Umsetzungsberichts nach einem standardisierten Berichtsformat der Förderstelle. Dieser Bericht beinhaltet auch die Energieverbrauchsdaten der gemeindeeigenen bzw. öffentlichen Gebäude.
  • Die KEM muss Klimarettungspartner des Landes sein.
  • Verwendung der Logos von Land und Klimarettung auf KEM-Homepage oder im KEM-Folder (soweit vorhanden).
  • Das Ansuchen auf Landesförderung ist vor der Antragstellung auf Bundesmittel betreffend Neustart und Weiterführung einer Klima- und Energie-Modellregion zu stellen.
  • Die Inhalte der Aktivitäten und Maßnahmen sind an den Oö. Klimabündniszielen zu orientieren.
  • Die Antragsteller bzw. Antragstellerinnen verpflichten sich, die mit einer Förderungung des Landes Oberösterreich erzielten Projektergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
  • Die KEM-Gemeinden machen im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Klimaschutz auch in ihren gemeindeeigenen Medien regelmäßig zum Thema.
  • Die Förderungsrichtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich bzw. die Allgemeinen Förderungs­richt­linien des Landes werden vollinhaltlich anerkannt.
  • Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Förderung besteht nicht.

 

Spezielle Kriterien (für die Berechnung der jährlichen Förderrate)

  • Anzahl aller Gemeinden in der KEM sowie Anzahl der Klimabündnisgemeinden in der KEM
  • Anzahl der KEM-Gemeinden, die ein professionelles Online-Tool oder eine gleichwertige Methodik zur Erhebung der Energieverbrauchsdaten bei gemeindeeigenen bzw. öffentlichen Gebäuden verwenden
  • Abstimmung klimaschutzrelevanter Maßnahmen mit der Leader-Region
    • zumindest ein Vorstandsmitglied des Leadervereins ist auch Vorstandsmitglied des Trägervereins der KEM. Alternativ ist nachzuweisen, dass Vorstandssitzungen gekoppelt stattfinden oder dass das Leadermanagement regelmäßig bei Arbeitssitzungen der KEM vertreten ist, sowie
    • zumindest 70 % Überschneidung der KEM-Gemeinden mit den Gemeinden der Haupt-Leaderregion im Gebiet der KEM

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung Ihrer Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffenden Maßnahmen die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

Antragstellung

Der Antrag für die Landesförderung ist vor der Antragstellung auf Bundesmittel betreffend Neustart und Weiterführung einer Klima –und Energie-Modellregion beim Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Umweltschutz, Kärntnerstraße 10-12, 4021 Linz  einzureichen. Per Fax: (0732)7720-214549; eingescannt per E-Mail: foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at.

Beurteilung

Nach Vorliegen aller erforderlichen Unterlagen und Bewertungen durch die Abteilung Umweltschutz (Klimaschutzteam in Zusammenarbeit mit dem Förderreferat) treffen die zuständigen Organe des Landes die Entscheidung über Genehmigung oder Ablehnung des Ansuchens.

Genehmigung

Im Falle einer Genehmigung erhält die Antragstellerin bzw. der Antragsteller die Mitteilung über die maximale Höhe der vorgesehenen Förderung und damit verbundenen Bedingungen und Auflagen.

Die Antragstellerin bzw. der Antragsteller informiert die Landesförderstelle, sobald der Neuantrag- bzw. die Fortführung der KEM durch den Bund genehmigt bzw. abgelehnt worden ist. Eine Kopie des KEM-Fördervertrages mit der Bundesförderstelle sowie des Vertrages mit der Betreuungsstelle für KEM-QM ist unmittelbar nach dessen Abschluss an die Förderstelle zu übermitteln (spätestens mit der 1. Jahresabrechnung).

Auszahlung

Die Auszahlung erfolgt in drei Jahresraten. Unmittelbar nach Zahlung der KEM-QM-Jahresrate an die Betreuungsstelle für KEM-QM sind die Unterlagen für die jährliche Förderabrechnung an die Förderstelle zu übermitteln.

Die jeweilige Jahresrate wird folgendermaßen berechnet:

Von den anrechenbaren Kosten werden etwaige Einnahmen oder weitere Förderungen abgezogen. 75 % davon sind die maximal mögliche Fördersumme. Dieser Betrag wird mit dem prozentuellen Anteil von Oö. Klimabündnisgemeinden an den gesamten KEM-Gemeinden multipliziert.

Dieser Betrag wird gedrittelt:

Das erste Drittel ist fix.

Das zweite Drittel wird mit dem prozentuellen Anteil von KEM-Gemeinden multipliziert, die ein professionelles Online-Tool oder eine gleichwertige Methodik zur Erhebung der Energieverbrauchsdaten verwenden.

Das letzte Drittel kommt nur dann als Förderung zur Anwendung, wenn eine dokumentierte Abstimmung klimaschutzrelevanter Maßnahmen zwischen KEM und Leader erfolgt. Hierzu sind zwei Voraussetzungen nötig:

  • zumindest ein Vorstandsmitglied des Leadervereins ist auch Vorstandsmitglied des Trägervereins der Klima- und Energiemodellregion; alternativ ist nachzuweisen, dass Vorstandssitzungen  gekoppelt  stattfinden oder dass das Leadermanagement regelmäßig bei Arbeitssitzungen der KEM vertreten ist;
  • zumindest 70 % Überschneidung der KEM-Gemeinden mit den Gemeinden der Haupt-Leaderregion im Gebiet der KEM

Die Summe dieser drei Beträge ergibt die endgültige Jahresrate, die an die Förderungswerberin bzw. den Förderungswerber ausbezahlt wird.

Bei den weiteren beiden Jahresabrechnungen wird ebenso vorgegangen. Das Oö. Klimabündnis unterstützt die Förderstelle bei der Förderberechnung durch die Übermittlung einer Expertise.

In drei Jahren kann maximal die im Bewilligungsschreiben mitgeteilte Fördersumme ausbezahlt werden.

Erforderliche Unterlagen

Für die Antragstellung (vor Durchführung des Vorhabens):

  • Antragsformular Land
  • Angebot für KEM-QM

Anmerkung: Eine Kopie des KEM-Fördervertrages mit der Bundesförderstelle sowie des Vertrages mit der Betreuungsstelle für KEM-QM ist unmittelbar nach dessen Abschluss der Förderstelle zu übermitteln (spätestens mit der 1. Jahresabrechnung).

 

Für die jährliche Förderabrechnung:

Abrechnungsblatt inkl.

  • Angabe der tatsächlichen Ausgaben (mit Zahlungsnachweis in Kopie, z. B. Kontoauszug)
  • Angabe von allfälligen Einnahmen
  • Information über die aktuelle Anzahl der Gemeinden in der KEM sowie der aktuellen Anzahl der Klimabündnisgemeinden in der KEM
  • Information über aktuelle Anzahl der KEM-Gemeinden, die ein professionelles Online-Tool oder eine gleichwertige Methodik zur Erhebung der Energieverbrauchsdaten verwenden
  • Information über Abstimmung mit Leader
  • Information, ob die jährlichen Berichte aller KEM-Gemeinden an das KEM-Management und das Klimabündnis geschickt wurden

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.

Alle angeführten Unterlagen sind elektronisch per E-Mail an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at zu übermitteln.

Laufzeit

Das neue "Förderprogramm für die Unterstützung des Qualitätsmanagements in Klima- und Energiemodellregionen“ tritt mit 01.08.2016 in Kraft und endet mit 31.7.2019. Sollten jedoch die Förderungsmittel vor Ende der Laufzeit erschöpft sein, so verkürzt sich die Laufzeit der Förderungsaktion.

 

Formular

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Weiterführende Informationen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at