Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
Fax (+43 732) 77 20-2116 68

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Rohstoff- und Ressourcenmanagement in Betrieben

Ziel dieser Förderung ist die Forcierung der Einführung von Rohstoffmanagementsystemen in Betrieben sowie Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen.

Wer wird gefördert?

Einreichen können alle Betriebe, sonstige unternehmerisch tätige Organisationen sowie Vereine und konfessionelle Einrichtungen.

Hinweis: Nicht gefördert werden, gemäß Artikel 1 AGVO, Unternehmen, die einer Rückforderungsanordnung aufgrund eines früheren Beschlusses der Kommission zur Feststellung der Unzulässigkeit einer Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit mit dem Binnenmarkt nicht nachgekommen sind, und Unternehmen in Schwierigkeiten.

Was wird gefördert?

Maßnahmen zur signifikanten Reduktion des Rohstoffverbrauches bei gleichbleibender Produktivität im Zuge bestehender Produktionsverfahren und unter Beibehaltung der Funktionalität des Produkts insbesondere

  • Optimierung von Produktionsprozessen (z.B. durch reduzierten Verschnitt)
  • Minderung der Materialverluste durch verbesserte bzw. gleichmäßige Qualität (Reduktion von Ausschuss etc.)
  • Optimierte Konstruktion und ressourcenschonendes Design (Ecodesign)
  • Verbessertes Werkstoffrecycling
  • Investitionen in innovative Dienstleistungskonzepte zur Steigerung der materiellen Res­sourceneffizienz wie zum Beispiel:
  • Chemikalienleasing
  • Investitionen zur Erzielung unmittelbarer Umwelteffekte durch den Einsatz von Produkten auf Basis nachwachsender Rohstoffe wie zum Beispiel:
    • Flachs und Hanfdämmstoffe
    • Strohdämmstoffe
    • biologisch abbaubare Kunststoffe
    • Naturfaserverstärkte Kunststoffe
    • Lösungsmittel auf Milchsäurebasis
    • Rapsöl als Bindemittel im Straßenbau
    • Technische Bioöle auf Pflanzenölbasis
    • Farben und Lacke auf Pflanzenölbasis
    • Druckfarben auf Pflanzenölbasis

Wie wird gefördert?

Bis 30 Prozent und allfällige Zuschläge der von der Kommunalkredit Public Consulting anerkannten Mehrinvestitionskosten (Förderbasis), jedoch maximal 20 Prozent der vom Bund anerkannten umweltrelevanten Investitionskosten.

Die Förderung ist pro Einzelfall mit maximal 100.000 Euro limitiert.

 

Hinweis: Das Land Oberösterreich kann nur Förderungen bis zu den beihilferechtlichen Höchstgrenzen gemäß Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) gewähren. Sollten mit der gewährten Bundesförderung die beihilferechtlichen Höchstgrenzen bereits erreicht werden, so können keine zusätzlichen Landesförderungsmittel gewährt werden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Allgemeine Kriterien:

  • Der Antrag auf zusätzliche Landesförderung muss vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen, vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Ver­pflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist, bei der Landesförderstelle bzw. bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH einlangen.
  • Das Ansuchen muss von der Kommunalkredit Public Consulting GmbH positiv beurteilt sein.
  • Die jeweilige vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Richtlinien zur Umwelt­förderung in Oberösterreich, Förderungsrichtlinien 2015 für die Umweltförderung in Oberösterreich und Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich, jeweils in der geltenden Fassung.

 

Technische Kriterien:

Alle sonstigen (technischen) Auflagen und Kriterien des Bundes gelten auch sinngemäß für die Landesförderung.

Erforderliche Unterlagen

VOR Umsetzung der Maßnahme:

  • Antragsformular Land
  • Projektbeschreibung
  • Kostenaufstellung

 

Die im Rahmen der Antragstellung um Bundesförderung angeführten Formulare sind auch der Landesförderungsstelle (Kopie) vorzulegen.

 

NACH Umsetzung der Maßnahme:

  • Kopie der Rechnungszusammenstellung für die Bundesförderung
  • „De-minimis“-Formblatt

 

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen. Alle angeführten Unterlagen können elektronisch per E-Mail an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at übermittelt werden.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung Ihrer Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffenden Maßnahmen die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

 

Antragstellung

Der Förderungsantrag ist VOR der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen, vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investi­tion unumkehrbar macht, zu stellen. Sämtliche notwendigen Unterlagen für die Beurtei­lung der Förderungsfähigkeit Ihrer Investition sind mit dem Antrag zu übermitteln. Das Fehlen von Unterlagen verzögert die Bearbeitung des Antrages.

 

Beurteilung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Förderungsteams prüfen die Vollständigkeit der Unterlagen und Ein­haltung der Kriterien. Nach Abschluss der Kontrolle wird nach Auszahlung der Bundes­förderung (Kommunalkredit Public Consulting GmbH) ein Fördervorschlag erarbeitet.

 

Genehmigung

Nach Genehmigung durch das zuständige Landesregierungsmitglied oder die Landes­regierung wird Ihnen eine Förderungserklärung mit dem Ersuchen um Unterzeichnung übermittelt.

 

Auszahlung

Nach Erhalt der Förderungserklärung wird der gewährte Förderungsbetrag auf Ihre ange­gebene Kontoverbindung angewiesen.

Laufzeit

1. April 2016 bis 31. Dezember 2019 und nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel.

  

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at