Amt der Oö. Landesregierung
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Förderprogramm "Betriebliche Photovoltaik-Eigenverbrauchsanlagen 2016"

Durch die Fortsetzung der Förderung von betrieblichen PV-Anlagen will das Land (Energieressort) attraktive Anreize für die erneuerbare, umwelt- und klimafreundliche Stromversorgung schaffen

Wer wird gefördert?

Unternehmen, die ihren Betriebsstandort in Oberösterreich haben und eine Photovoltaikanlage zum Eigenverbrauch mit einer Leistung zwischen 6 und 200 kWpeak errichten.

Was wird gefördert?

  1. Der Ankauf und die Errichtung von neuen Photovoltaikanlagen für den Eigenverbrauch (Netzparallelbetriebsanlagen)
  2. Erweiterungen von bestehenden Anlagen ab 6 kWpeak zur Optimierung des Eigenverbrauchs


Anmerkung:

Aufgrund  der bisherigen Erfahrungen bei der Förderabwicklung sieht sich die Förderstelle veranlasst noch einmal verstärkt darauf  hinzuweisen, dass nur eigenverbrauchsoptimierte Photovoltaikanlagen gefördert werden.

Was meinen wir mit „EIGENVERBRAUCHSOPTIMIERT“?

Bei Anlagen mit einer Leistung von bis zu 15 kWpeak wird die maximal förderbare Anlagengröße wie folgt berechnet:

Stromverbrauch laut der Stromrechnung des letzten Jahres (falls dieser atypisch ist, dann durchschnittlicher jährlicher Stromverbrauch laut Stromrechnung der letzten drei Jahre) in kWh dividiert durch 3.000 = förderbare Anlagengröße in kWpeak.

Beispiel: 21.000 kWh Jahresstromverbrauch; max. förderbare Anlagengröße bzw. max. förderbare Leistung errechnet sich wie folgt:
21.000 kWh Jahresstromverbrauch dividiert durch 3.000 = max. 7 kWpeak minus 5 kWpeak = max. 2 kWpeak geförderte Leistung durch dieses Förderprogramm

Wenn der Jahresstromverbrauch (Stromverbrauch laut der Stromrechnung des letzten Jahres; falls dieser atypisch ist, dann durchschnittlicher jährlicher Stromverbrauch laut Stromrechnungen der letzten drei Jahre) größer als 45.000 kWh ist, wird die maximale förderbare Anlagengröße wie folgt berechnet: 15 kWpeak plus eine Leistung in kWpeak, die sich wie folgt errechnet: Jahresstromverbrauch minus 45.000 kWh, dieser Wert dividiert durch 5.000.

Beispiel: 50.000 kWh Jahresstromverbrauch; max. förderbare Anlagengröße bzw. max. förderbare Leistung errechnet sich wie folgt:
15 plus ((50.000 minus 45.000) dividiert durch 5.000) = 16 kWpeak minus 5 kWpeak = max. 11 kWpeak geförderte Leistung durch dieses Förderprogramm

Die geplante und zur Förderung eingereichte PV-Anlage darf maximal PEAK-Leistung (auch im realisierten Zustand) nicht überschreiten.

 

Nicht förderfähig sind:

  • Anlagen bis 6 kWpeak Leistung
  • Anlagen mit Tarifförderung (nicht Eigenverbrauchsanlagen)
  • gebrauchte Module
  • Anlagen mit Netzeinspeisung auf Basis eines Vertragsverhältnisses mit der Ökostromabwicklungsstelle (OEM AG)

Wie wird gefördert?

Das Ausmaß der Förderung beträgt 150,-- Euro je kWpeak oder maximal 50 Prozent der Netto-Anschaffungskosten. Gefördert werden Anlagen mit einer Leistung zwischen 6 bis 200 kWpeak.

Bei Leasinganlagen erfolgt die Auszahlung der Landesförderung erst dann, wenn sichergestellt ist, dass die bezahlten Leasingraten bzw. die Anzahlung mindestens die Höhe der Landesförderung ausmachen.

Für die ersten 5 kWpeak wird auf die Förderung des Klimafonds des Bundes verwiesen.

Die Förderung wird ausschließlich als De-minimis-Beihilfe gemäß Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 vergeben.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Neben den in der Förderungserklärung angeführten Bedingungen gelten folgende zusätzliche Kriterien:

  • Der Antrag muss vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen, vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist, bei der Landesförderstelle einlangen.
  • Bescheid über die Anerkennung als Ökostromanlage gemäß § 7 Ökostromgesetz 2012 (ÖSG 2012).
  • Die Photovoltaikanlage muss eigenverbrauchsoptimiert geplant und errichtet werden.
  • Der Stromertrag der Anlage und die Eigenverbrauchsquote sind jährlich zu dokumentieren.
  • Vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich idgF bzw. der Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich idgF.
  • Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Förderung besteht nicht.
  • Die Umsetzung des Projektes bzw. die Abrechnung der Anlage hat bis maximal 12 Monate nach der Fördergenehmigung zu erfolgen ‑ es gilt das Rechnungsdatum.
  • Anlagenstandort in Oberösterreich.
  • Die Photovoltaikanlage muss mindestens 10 Jahre zweckentsprechend betrieben werden.
  • Die Förderung ist auf eine Photovoltaikanlage und Unternehmen beschränkt.
  • Prüfprotokoll nach OVE/ÖNORM E-8001-6-63 (Elektro-Befund) einer/eines befugten Elektrotechnikerin/s.  

Hinweis:
Im Rahmen der betrieblichen Umweltoffensive (BUO) bietet das Land Oberösterreich und seine Partner, der O.Ö. Energiesparverband und das Klimabündnis geförderte Beratungsleistungen für Betriebe und öffentliche Einrichtungen in Oberösterreich an.
Im Zuge dieser Beratung kann auch die Abschätzung über die Größe der Anlage, und ob die geplante PV-Eigenverbrauchsanlage für ihr Unternehmen wirtschaftlich und technisch Sinn macht, erfolgen. Näher Informationen dazu finden sie auf der Homepage der betrieblichen Umweltoffensive.

Erforderliche Unterlagen

Erforderliche Unterlagen VOR Umsetzung der Maßnahme:

  • Antragsformular Land
  • Detailliertes Angebot (incl. ausgewiesener Spitzenleistung [kWp])

Erforderliche Unterlagen NACH Umsetzung der Maßnahme:

  • Detaillierte Rechnungen und Zahlungsbestätigungen (inkl. ausgewiesener tatsächlich installierter Spitzenleistung[kWp])
  • Bei Leasingfinanzierung: Kopie des Leasingvertrages inkl. Nachweis über erfolgter Zahlung in der Höhe der Förderung


Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.

Hinweis:
Der Förderantrag samt allen Anlagen (inkl. Unterlagen nach Umsetzung der Maßnahme)
muss elektronisch per E-Mail: foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at übermittelt werden.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung der Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffende Maßnahme die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

  1. Antragstellung:
    Der Förderungsantrag ist VOR Durchführung der Maßnahme an die Förderstelle des Landes Oberösterreich ausschließlich elektronisch samt Beilagen zu senden. Sämtliche notwendigen Unterlagen für die Beurteilung der Förderungsfähig­keit Ihrer Investition sind mit dem Antrag zu übermitteln. Das Fehlen von Unterlagen verzögert die Bearbeitung des Antrages. Je Förderfall muss ein eigener Antrag gestellt werden!
  2. Beurteilung:
    Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Förderungsteams prüfen die Vollständigkeit der Unterlagen und Einhaltung der Kriterien. Nach Abschluss der Kontrolle wird ein auf Basis der prognostizierten Kosten vorläufiger Fördervorschlag erarbeitet.
  3. Genehmigung:
    Nach Genehmigung durch das zuständige Landesregierungsmitglied oder der Landesregierung wird Ihnen der vorläufige Fördervorschlag übermittelt.
  4. Auszahlung:
    NACH Umsetzung der Maßnahme und elektronischer Vorlage aller notwendigen Unterlagen, wird der endgültige Förderbetrag errechnet und auf das von Ihnen angegebene Konto überwiesen. Sollte die tatsächliche Förderung geringer als die auf Basis der Kostenschätzung kalkulierte Förderung sein, so reduziert sich die Förderung.

Die Umsetzung der Maßnahme bzw. die Abrechnung der Anlage hat bis maximal 12 Monate nach der Genehmigung der Förderung zu erfolgen.
 

Laufzeit:
Die Richtlinie für das Sonderförderprogramm "Betriebliche Photovoltaik-Eigenverbrauchs­anlagen 2016" tritt mit 01.03.2016 in Kraft und endet mit Ausschöpfung des zur Verfügung stehenden gesamten Fördertopfes, spätestens jedoch am 31.12.2016 (Einreichdatum).

Formular

Weiterführende Informationen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 E-Mail post@ooe.gv.at