Amt der Oö. Landesregierung
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Forstschutz - Fangbäume: Vorbeugung von Schäden und Wiederherstellung von Wäldern nach Waldbränden, Naturkatastrophen und Katastrophenereignissen - Forstschutz (Vorhabensart 8.4.1)

Wer wird gefördert?

Bewirtschafter und Bewirtschafterinnen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe:

Personen (natürliche, juristische und Personenvereinigungen), die einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb im eigenen Namen und auf eigene Rechnung bewirtschaften.

 

Sonstige Förderungswerber:

Waldbesitzervereinigungen, Agrargemeinschaften, Nutzungsberechtigte, Körperschaften öffentlichen Rechts im Bereich der Forstwirtschaft, Gebietskörperschaften

Was wird gefördert?

Vorlage, Kontrolle und rechtzeitige Entfernung von Fangbäumen gegen Buchdrucker und Kupferstecher

Wie wird gefördert?

Förderung nach Bauschsätzen. Zuschuss im Ausmaß von 80 %.

Maßnahme (Standardkosten in Euro) Bauschsatz (Euro)
Fangbaum Buchdrucker (30,00 / Stk.) 24,00 / Stk.
Fangbaum Kupferstecher (10,00 / Stk.)   8,00 /  Stk.

 

Auswahlverfahren

Die Vorhaben werden in einem Auswahlverfahren anhand eines bundesweit einheitlichen Bewertungsschemas bewertet und ausgewählt. Nur jene Förderungsanträge, die bis zu einem vorgegebenen Stichtag vollständig bei der Bewilligenden Stelle eingelangt und entscheidungsreif sind, können in das Auswahlverfahren einbezogen werden. Um für eine Förderung grundsätzlich in Betracht zu kommen, muss zumindest die Mindestpunktezahl erreicht werden.

Vorhaben, die die Mindestpunkteanzahl oder mehr Punkte erreichen, werden entsprechend der erreichten Punkteanzahl gereiht und abhängig vom für die Auswahlrunde festgelegten Budget für eine Förderung ausgewählt. Vorhaben, die auf Grund der budgetären Situation in der jeweiligen Auswahlrunde nicht zum Zug kommen, können bei gleichbleibenden Bedingungen einmal in die nächste Auswahlrunde übernommen werden.

Wird das beantragte Vorhaben im Auswahlverfahren positiv ausgewählt, erfolgt eine schriftliche Bewilligung des Projektes und die Übermittlung des Zahlungsantrages für die Projektabrechnung.

Die Auswahlverfahren werden blockweise durchgeführt. Alle entscheidungsreifen, vollständigen Anträge, die bis zum Stichtag 20. November 2017 vorliegen, werden dem zweiten Auswahlverfahren unterzogen. Das nächste Auswahlverfahren ist im ersten Halbjahr 2018 vorgesehen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Es darf keine flächenhaften Gefährdung des Bewuchses durch jagdbare Tiere gemäß § 16 Abs. 5 Forstgesetz 1975 vorliegen.
  • Betriebe ab einer Größe von 100 ha Waldfläche müssen einen waldbezogenen Plan vorweisen.
  • Der BHD für Fangbäume gegen Buchdrucker beträgt mind. 25 cm, für Kupferstecher 15 cm.
  • Führen des Fangbaumprotokolls mit mindestens wöchentlicher Kontrolle
  • Die Anforderungen zur richtigen Vorlage von Fangbäumen (Rückseite des Formulars „Fangbaumvorlage – Protokoll“) sind einzuhalten.
  • Es müssen mindestens 17 Fangbäume gegen Buchdrucker vorgelegt werden (3 Fangbäume gegen Kupferstecher werden als 1 Buchdruckerfangbaum gefördert).
  • Die Vorlage der Fangbäume hat spätestens bis 15. April zu erfolgen, im Gebirge bis 1. Mai.
  • Die Förderung von Fangbäumen ist nur nach sorgfältiger Ausräumung von vorjährigem starkem Borkenkäferbefall im fachlich erforderlichen Ausmaß (in etwa bis 30 Prozent des Vorjahreskäferholzanfalles) möglich.
  • Ein Lageplan der voraussichtlichen Orte der Fangbaumvorlage ist mit zu übermitteln (1:50.000 ist genügend).
  • Wenn aufgrund eines sehr starken Befalls der Fangbäume ein Nachlegen von weiteren Bäumen erforderlich ist, ist vorher vom Waldbesitzer schriftlich die Erhöhung des Kostenrahmens zu beantragen.

 

Anrechenbare Gesamtkosten

  • Es werden nur Kosten bzw. Rechnungen anerkannt, die nach dem im Verständigungsschreiben über die Entgegennahme des Antrages angeführten Kostenanerkennungsstichtag anfallen bzw. angefallen sind (Liefer-, Rechnungs- und Zahlungsdatum)
  • Der Antrag muss vor Durchführung einer Maßnahme eingereicht worden sein (Kostenanerkennung ab Verständigungsschreiben).

 

Anrechenbare Kosten – Untergrenze

Die anrechenbaren Kosten müssen mindestens 500,00 Euro je Vorhaben betragen.

 

Abwicklung / Antragstellung

Der Förderungsantrag und in weiterer Folge der Zahlungsantrag sind mittels entsprechender Formulare beim Forstdienst der zuständigen Bezirkshauptmannschaft einzubringen. Informationen und Antragsformulare erhalten Sie bei den Forstdiensten der Bezirkshauptmannschaften und Bezirksbauernkammern.

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

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