Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
Fax (+43 732) 77 20-2116 68

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Kauf, Übergabe, Schenkung einer geförderten Wohnung bzw. eines Reihenhauses

Natürliche Personen, die förderungswürdig sind, können eine geförderte Wohnung/Reihenhaus erwerben und die bestehende Förderung des Landes Oberösterreich übernehmen.

Bei lastenfreiem Erwerb bzw. Übergabe ist der auf die Wohnung (Reihenhaus) entfallende Restbetrag des Landesdarlehens vollständig zur Rückzahlung zu bringen. Nähere Informationen dazu, siehe Link am Ende der Seite  -  Vorzeitige Rückzahlung eines Landesdarlehens
Weiterverkäufe von Wohnungen, die nach dem Bundes-, Wohn-, und Siedlungsfonds oder nach dem Wohnhauswiederaufbaufonds gefördert worden sind, fallen nicht in die Kompetenz des Landes Oberösterreich, sondern in jene des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

Wer wird gefördert?

Natürliche Personen

Wie wird gefördert?

Das grundbücherlich eingetragene Darlehen kann mit dem aushaftenden Darlehenssaldo übernommen werden.

Die Höhe des noch offenen Restdarlehens ist bei direkter Rückzahlung in der Landesbuchhaltung unter Angabe der Darlehensnummer zu erfragen. (Tel Nr. 0732 7720 15344)

Wird die Rückzahlung im Wege einer Hausverwaltung geleistet, erteilt Auskünfte über das aushaftende Restdarlehen die Hausverwaltung.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Eine geförderte Wohnung kann nur mit Zustimmung der Förderstelle erworben werden. Im Grundbuch ist zugunsten des Landes Oberösterreich neben dem geförderten Darlehen auch ein Veräußerungsverbot eingetragen. Bei Vorliegen der Förderungsvoraussetzungen stimmt die Wohnbauförderung der Förderungsübernahme zu.

  • Wohnbauförderungsgesetz 1968:
    Die geförderte Wohnung kann auch von einer nahestehenden Person des/der Eigentümers/in bewohnt werden (Eltern, Kinder, Geschwister, Großeltern).
  • Wohnbauförderungsgesetz 1984, Oö. WFG 1990, Oö. WFG 1993:
    Wohnungseigentümer müssen die geförderte Wohnung selbst mit Hauptwohnsitz bewohnen.
  • Das Haushaltseinkommen darf bestimmte Einkommensgrenzen nicht übersteigen (siehe "Begriffe zum Thema Wohnen" Link am Ende der Seite). Bei einer Eigentumsübertragung an Verwandte in gerader Linie kommen die Einkommensgrenzen nicht zur Anwendung.
    Wird die Einkommensgrenze überschritten, kann die Förderung nicht übernommen werden. Nähere Informationen dazu siehe Link am Ende der Seite  -  Vorzeitige Rückzahlung eines Landesdarlehens.
  • Ehepaare und eingetragene Partner müssen denselben Hauptwohnsitz haben.
  • Die geförderte Wohnung ist umgehend längstens nach 6 Monaten nach Fertigstellung bzw. Kauf zu beziehen. Innerhalb von sechs Monaten nach Bezug sind frühere Wohnungen, die in den letzten fünf Jahren mit Hauptwohnsitz bewohnt wurden, aufzugeben. Unabhängig davon ist, ob es sich dabei um Wohnobjekte im Eigentum oder Miete, gefördert oder freifinanziert, handelt.
  • Eine Vermietung der Eigentumswohnung ist nicht zulässig.

Welche Wohnungen können mit Förderung erworben werden:

  • Kauf einer gebrauchten Wohnung (Reihenhaus) vom/von der Vorbesitzer/in:
    Der/ die bisherige Eigentümer/in hat den Kaufinteressenten über die Höhe und die Konditionen der bestehenden Förderung zu informieren.

  • Kauf einer neu errichteten Wohnung vom Bauträger:
    Der Bauträger hat den Kaufinteressenten über die Höhe und die Konditionen der bereits an ihn zugesicherten Förderung und die Förderungsvoraussetzungen zu informieren. Die Eigentumsübertragung der geförderten Wohnung kann frühestens nach Fertigstellung des Objektes erfolgen. Diese wird durch den Bauträger für den/die Käufer/in organisiert und abgewickelt.

  • Kauf einer Mietkaufwohnung bzw. eines Mietkaufreihenhauses durch den/die bisherige Mieter/in:
    Ein Mietkaufobjekt kann frühestens nach 10 Jahren ab Erstbezug ins Eigentum eines/r Mieter/in übertragen werden, sofern diese/r die Wohnung mit Hauptwohnsitz bewohnt. Der/die Mieter/in muss bereits bei Bezug der Mietwohnung dem Bauträger die Förderungswürdigkeit nachgewiesen haben. Der Bauträger hat den Kaufinteressenten über die Höhe und die Konditionen der bereits an ihn zugesicherten Förderung und die Förderungsbestimmungen zu informieren.

  • Keine Zustimmung ist erforderlich, wenn

    • der Anteil am Mindestanteil an den/die Ehegatten/in oder eingetragene/n Partner/in übergeben wird,

    • eine Eigentumswohnung bei Scheidung oder Aufhebung der Partnerschaft an den/die früheren Partner/in übertragen wird,

    • das Eigentumsrecht im Zuge einer Verlassenschaft an den/die Erben übergeht. Die Förderungsauflage  durch die Bewohnung mit Hauptwohnsitz (siehe Voraussetzungen) ist jedoch zu erfüllen.

  • Kauf einer Wohnung mit bestehender Sanierungsförderung:

    • Wurde einer Wohnungseigentümergemeinschaft eine Förderung gewährt, kann diese übernommen werden, wenn die Wohnung durch den/die Eigentümer/in oder einen/e Mieter/in mit Hauptwohnsitz bewohnt wird. Es gelten keine Einkommensgrenzen. Hinsichtlich des Kaufes und der  Weitergewährung der Förderung ist die Hausverwaltung zu informieren; eine Information an die Förderstelle ist nicht erforderlich. Die Förderstelle kann jedoch jederzeit diesbezügliche Prüfungen vornehmen.

    • Wird eine Wohnung durch einen Bauträger mit Sanierungsförderung verkauft, kann diese Förderung übernommen werden, wenn die Wohnung durch den /die Eigentümer/in mit Hauptwohnsitz bewohnt wird (dies gilt für Förderungszusicherungen ab dem Jahr 2000). Bei  Förderungszusicherungen ab 1.8.2013 darf ein Verkauf von Wohnungen nur an förderbare Personen erfolgen (siehe "Begriffe zum Thema Wohnen" Link am Ende der Seite). Dies gilt auch bei Weiterverkauf der Wohnung mit Förderungsübernahme.

    • Informationen über das Ausmaß der Förderung erteilt die Hausverwaltung.

Abwicklung / Antragstellung

Der Antrag ist vorzugsweise in digitaler Form mittels Formular an die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung zu richten.

Formular

  • Kauf, Übergabe, Schenkung einer geförderten Wohnung bzw. eines Reihenhauses (SGD-Wo/E-10)

    Ansuchen um Zustimmung

    323,13 KB)
    .
  • Übertragung einer Mietkaufwohnung bzw. eines Mietkaufreihenhauses (SGD-Wo/E-37)

    Ansuchen um Zustimmung

    508,32 KB)
    .

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 E-Mail post@ooe.gv.at