Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
Fax (+43 732) 77 20-2116 68

E-Mail post@ooe.gv.at
www.land-oberoesterreich.gv.at

Europäischer Meeres- und Fischereifonds (EMFF 2014 - 2020) - EU-kofinanzierte Förderung

Auch für die Förderperiode 2014 - 2020 besteht die Möglichkeit, im Rahmen des Europäischen Meeres- und Fischereifonds insbesondere im Bereich der Binnenfischerei sowie der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen Projekte zu fördern.

Wer wird gefördert?

Grundsätzlich kommen als Förderungswerber in Betracht:

  • natürliche Personen,
  • juristische Personen oder Personenvereinigungen (sofern die Beteiligung von Gebietskörperschaften 25 Prozent nicht übersteigt), mit Niederlassung in Österreich, die im Bereich der Fischproduktion, Fischverarbeitung oder Fischvermarktung im Inland tätig sind und ein Vorhaben entsprechend der Zielsetzung des EMFF verfolgen.
  • Zudem beschränken sich die Förderungen in den Bereichen Investitionen in der Binnenfischerei, produktive Investitionen in der Aquakultur und Verarbeitung von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen auf Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen bzw. auf Unternehmen mit weniger als 750 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von weniger als 200 Mio. Euro.

Was wird gefördert?

Investitionen in der Binnenfischerei

Erneuerungen an Booten zur Verbesserungen der Arbeitsbedingungen an Bord, Neubau und Modernisierung von Einrichtungen, Bootshäusern, Bruthäusern, Fanggeräte, Diversifizierung der Produktion bzw. Direktvermarktung

Mindestinvestition: 4.000 Euro pro Antrag

Innovation

Vorhaben, die in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen einer anerkannten wissenschaftlichen oder technischen Stelle und einem Fischerei- oder Aquakulturbetrieb durchgeführt werden und die Entwicklung neuer oder verbesserter Verfahren und Methoden, Geräte sowie Systeme der Verwaltung oder Organisation zum Inhalt haben. Beispielhaft erwähnt: die Verbesserung von Befruchtungs- und Aufzuchtmethoden, die Entwicklung von Fischzuchtgeräten, die Aufzucht neuer Arten, die Verwertung von Schlachtabfällen...

Produktive Investitionen in der Aquakultur

Produktverbesserung, Diversifizierung, Erweiterung und Modernisierung von bestehenden Anlagen, Teichen, Hälteranlagen, Fließkanälen und Beckenanlagen, Reinigungsanlagen, spezielle technische Ausrüstung wie Sortiermaschinen, Belüfter, Transportfahrzeuge, Fischförderschnecken, Pumpen; Verbesserung der Haltungs- und Gesundheitsbedingungen inkl. Schutz vor Prädatoren, Verbesserung der Ressourcennutzung, Ökostromanlagen, Verbesserung der Produktivität, Anpassung der Verkaufseinrichtungen an die Hygienestandards und Produktvielfalt,...

Mindestinvestition: 10.000 Euro pro Antrag

Die Obergrenze der förderbaren Kosten beträgt 700.000,00 Euro pro Betrieb und Förderzeitraum. 40 Prozent bei Steigerung der bisherigen Produktion um mindestens 20 Prozent (um mindestens 2 Tonnen bei Salmoniden/1 Tonne bei Cypriniden) innerhalb von 2 Jahren nach Abschluss des Vorhabens. Mitgliedschaft beim Tiergesundheitsdienst vorausgesetzt.

Humankapital und sozialer Dialog

Im Bereich der Bildung soll eine Vernetzungsstelle zwischen den verschiedenen Einrichtungen und Personen, die in Ausbildung, Weiterbildung und Forschung tätig sind, geschaffen werden. Z.B. Bildungsprojekte im Bereich Fischgesundheit, Beratungskonzepte, Weiterbildungskonzepte.

Vermarktungsmaßnahmen

Maßnahmen zur Information des Verbrauchers betreffend heimischer / regionaler, biologischer / ökologischer Aquakultur oder zur Nachhaltigkeit in der heimischen / regionalen Aquakultur und Binnenfischerei.

Verarbeitung von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen

Modernisierung bestehender Verarbeitungseinrichtungen, Schlacht-, Filetier-, Entgrätungsmaschinen, Räuchereinrichtungen, innovative Verpackungstechniken, Verbesserung der Hygienebedingungen, Weiterentwicklung der Produktvielfalt.

Mindestinvestition: 10.000,00 Euro pro Antrag

Obergrenze der förderbaren Kosten beträgt 2.000.000,00 Euro pro Betrieb und Förderzeitraum

Datenerhebung

Erhebung von Datensätzen und zentrale Aufbereitung, um diese über eine Datenplattform zur Verfügung zu stellen.

Wie wird gefördert?

Die Förderung von Investitionen erfolgt durch einen einmaligen, nicht rückzahlbaren, von Land, Bund und EU kofinanzierten Investitionszuschuss wie folgt:

Förderhöhe

Förderungsgegenstand Förderintensität
Investitionen in der Binnenfischerei 30 Prozent
Innovation in der Aquakultur 50 Prozent
Produktive Investitionen in der Aquakultur 30 Prozent / 40 Prozent
Förderung von Humankapital und sozialem Dialog 50 Prozent
Vermarktungsmaßnahmen 50 Prozent
Verarbeitung von Fischerei und Aquakulturerzeugnissen 25 Prozent
Begleitende Datenerhebung 100 Prozent

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Grundsätzlich müssen Förderwerber eine für die Durchführung des Vorhabens ausreichende berufliche Qualifikation aufweisen:
  1. Berufserfahrung von mindestens 5 Jahren oder
  2. Geeignete Fischereiausbildung (die den Vorgaben des Bundesamtes für Wasserwirtschaft für die jeweiligen Lehrpläne entspricht und vom Begleitausschuss für Fischerei und Aquakultur genehmigt wurde) oder
  3. Facharbeiterausbildung in der Fischerei oder
  4. Meisterausbildung in der Fischerei
  • Bei Förderung von Humankapital und sozialem Dialog sind erforderliche fachliche und administrative Voraussetzungen zu erfüllen.

  • Bei Verarbeitung von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen ist neben der beruflichen Qualifikation bei gewerblichen Verarbeitungsbetrieben die nach der Gewerbeordnung erforderliche Qualifikation vorausgesetzt.

Abwicklung / Antragstellung

Das Förderungsansuchen (Förderantrag und Verpflichtungserklärung) ist mittels Formular vollständig ausgefüllt an die Abteilung Land- und Forstwirtschaft zu richten.

Wichtig:

Der Förderantrag ist vor Beginn der Maßnahme zum Projekt zu stellen, um im Vorhinein einen Stichtag zu fixieren. Vorhaben, welche bereits vor der Antragstellung begonnen wurden, können nicht gefördert werden.

Die bei der bewilligenden Stelle, Abteilung Land- und Forstwirtschaft, eingereichten Förderanträge werden auf Vollständigkeit und Einhaltung der Zugangsvoraussetzungen geprüft. Ordnungsgemäß eingereichte und den Zugangsvoraussetzungen entsprechende Anträge werden einem Auswahlverfahren (mittels Auswahlkriterien) unterzogen.

Die Auswahl der Anträge erfolgt in einem geblockten Auswahlverfahren. In den jeweiligen Auswahldurchgang werden all jene Anträge einbezogen, die bis zu einem festgelegten Stichtag soweit vollständig sind, dass sie dem bundeseinheitlichen vorhabensspezifischen Bewertungsschema unterzogen werden können.

Es sind mindestens zwei Auswahlverfahren pro Jahr vorgesehen. Die Stichtage werden von der bewilligenden Stelle vorab veröffentlicht.

Bekanntmachung Stichtag

Jene Förderanträge, die bis zu dem nachstehend angegebenen Stichtag vollständig bei der zuständigen bewilligenden Stelle eingelangt sind, können beim anschließenden Auswahlverfahren berücksichtigt werden. Das Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Land- und Forstwirtschaft, gibt daher als Stichtag für eine Einbeziehung in den nächsten Auswahldurchgang den

30. März 2018

bekannt.

 

Hinweis:

Mit dem Auswahlverfahren soll sichergestellt werden, dass eine bessere und zielgerichtetere Nutzung der budgetierten Finanzmittel und die Mittelverfügbarkeit bis zum Periodenende gewährleistet ist.

Die bewilligende Stelle prüft Förderanträge in der Reihenfolge ihres Einlangens auf Vollständigkeit und gibt die Möglichkeit der Nachreichung von fehlenden Angaben und Unterlagen innerhalb einer angemessenen Frist.

Für den Auswahldurchgang können jedoch nur jene Förderanträge berücksichtigt werden, die bis zum genannten Stichtag vollständig vorliegen. Alle anderen Förderanträge werden nach entsprechender Vervollständigung in den nachfolgenden Auswahldurchgang einbezogen. Der anlässlich der Annahme des Förderantrags mitgeteilte Zeitpunkt der Kostenanerkennung bleibt aber gewährt.

Die Vorhaben werden sodann durch ein bundesweit angelegtes eindeutiges, transparentes und objektives Bewertungsschema anhand von Auswahlkriterien mit einem Punktesystem qualitativ und quantitativ beurteilt.

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at