Amt der Oö. Landesregierung
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Aufruf zur Einreichung von Förderungsanträgen für die (Vorhabensart 16.3.1 a) Sonderrichtlinie "LE-Projektförderungen"

Die Sonderrichtlinie „LE-Projektförderungen“ sieht für die Vorhabensart „Zusammenarbeit von kleinen Wirtschaftsteilnehmern – Arbeitsabläufe, gemeinsame Nutzung von Anlagen und Ressourcen und Tourismusdienstleistungen“ anstelle einer laufenden eine zeitlich befristete Antragstellung erst nach Veröffentlichung eines entsprechenden Aufrufs vor.

Für Aufrufe gelten die Bedingungen gemäß Punkt 35 der Sonderrichtlinie "LE-Projektförderungen", die hier auszugsweise wiedergegeben werden.

Der nächste Aufruf in der Vorhabensart 16.3.1 a) erfolgt voraussichtlich Ende 2017/Anfang 2018 und wird zur gegebenen Zeit bekannt gegeben. Bis zur Veröffentlichung des Aufrufes ist eine Antragstellung in der Vorhabensart 16.3.1 a) nicht möglich.

Wer wird gefördert?

An den Förderungen können nur Kooperationen im Sinne des Art. 35 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2015 teilnehmen, die den Kriterien gem. Pkt. 35.3 und 35.4 der Sonderrichtlinie des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft entsprechen.

Was wird gefördert?

Vorhabensart 16.3.1. gem. Punkt 35.2 der Sonderrichtlinie des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sieht die Förderung der einer neuen Zusammenarbeit von kleinen Wirtschaftsteilnehmern vor bzw. die Zusammenarbeit von kleinen Wirtschaftsteilnehmern im Hinblick auf ein neues, gemeinsames Projekt.

Im Rahmen des Aufrufs können ausschließlich Zusammenarbeiten und deren Projekte beantragt werden, die thematisch folgendem Bereich zuordenbar sind:

  • Ländlicher Tourismus:

Dieser Bereich entspricht der Vorhabensart 16.3.1, Fördergegenstände „Zusammenarbeit von Akteuren im Bereich des ländlichen Tourismus“ sowie „Entwicklung und Vermarktung von Tourismusdienstleistungen mit Bezug zum ländlichen Tourismus“.
Im Rahmen dieses Bereichs wird die Zusammenarbeit von kleinen Wirtschaftsteilnehmern gefördert, die sich die strategische Entwicklung und gemeinsame Umsetzung von individuellen Angeboten und Dienstleistungen im Bereich ländlicher Tourismus mit dem Fokus Landwirtschaft zum Ziel setzt. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht der bäuerliche Kooperationspartner als Anbieter von ländlichen Tourismusdienstleistungen. Die Zusammenarbeit von kleinen Wirtschaftsteilnehmern im Bereich Ländlicher Tourismus stellt somit ein Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Tourismus dar und soll einen Beitrag zur Existenzsicherung von bäuerlichen Betrieben leisten.

Als kleine Wirtschaftsteilnehmer im Sinne der Vorhabensart 16.3.1. a) und gemäß Empfehlung 2003/361/EG sind Unternehmen definiert, die weniger als zehn Personen (Jahresarbeitseinheiten JAE) beschäftigen und deren Jahresumsatz bzw. Jahresbilanz zwei Mio. Euro nicht überschreitet. Bei der Personenanzahl werden Voll- und Teilzeitbeschäftigte sowie Saisonarbeitskräfte berücksichtigt, für diese ist der jeweils entsprechende Bruchteil einer Einheit zu zählen. Auszubildende oder in der beruflichen Ausbildung stehende Personen, die einen Lehr- bzw. Berufsausbildungsvertrag haben, sind nicht zu zählen. Unberücksichtigt bleiben auch Personen im Mutterschafts- bzw. Elternurlaub. Zur Ermittlung des Jahresumsatzes werden die Verkaufs- und Dienstleistungserlöse, die das Unternehmen während des betreffenden Jahres unter Berücksichtigung aller Erlösschmälerungen erzielt hat herangezogen. Die Mehrwertsteuer (MwSt.) und andere indirekte Steuern sollten nicht in den Umsatz einfließen. Die Jahresbilanzsumme bezieht sich auf die Hauptvermögenswerte des Unternehmens.

Kulinarische Initiativen mit Bezug zu ländlichem Tourismus sind in vorliegendem Aufruf exkludiert, da zu diesen ein separater Aufruf erfolgt.

Der Förderungswerber muss im Vorhabensdatenblatt die Neuartigkeit der Projekte und die Abgrenzung zu eventuellen bereits bestehenden Projekten darlegen, insbesondere hinsichtlich der Abrechnung des Projekts. Darüber hinaus muss der Förderungswerber angeben, ob ein späterer Stichtag für die Kostenanerkennung gewählt wird als das Datum des Einlangens des Förderungsantrags. Im Rahmen von Projekten, die im Rahmen vorliegenden Aufrufs zur Förderung gelangen, müssen spezifische Ergebnisse erzielt werden. Diese Ziele der Zusammenarbeit müssen im Vorhabensdatenblatt eindeutig beschrieben werden und terminisiert, spezifisch und messbar sein.

Wie wird gefördert?

Im Rahmen des Aufrufs wird für einen Zeitraum von drei Jahren ein festgelegtes Fördermittelvolumen aus EU-, Bundes- und Landesmitteln bereitgestellt. Hinsichtlich der förderfähigen und anrechenbaren Kosten gelten die Bestimmungen gem. Sonderrichtlinie des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.

Projektlaufzeit:

Mehrjährige Projekte können nur für einen Zeitraum von maximal drei Jahren genehmigt werden. Wenn ein späterer Stichtag für die Kostenanerkennung gewählt wird, gilt dieser Stichtag als Startpunkt des Zeitraums. Nach Antragsstellung ist eine Verlängerung des Genehmigungszeitraums um maximal weitere drei Jahre möglich. Dazu wird das Projekt der Zusammenarbeit evaluiert und muss neuerlich das Auswahlverfahren durchlaufen.

Abwicklung / Antragstellung

Förderungsanträge müssen zu einem im Aufruf bekannt gegebenen Stichtag bei der Bewilligenden Stelle

Amt der Oö. Landesregierung
Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche
und ländliche Entwicklung

Abteilung Land- und Forstwirtschaft
Bahnhofplatz 1
4021 Linz

vollständig eingelangt sein. Es ist das beigelegte Antragsformular zu verwenden.

Die Förderungsanträge können postalisch, per Fax oder eingescannt via Email übermittelt werden. Die Anträge werden in der Reihenfolge ihres Einlangens bearbeitet.

Nach Feststellung der Vollständigkeit des Förderungsantrags und Überprüfung der Zugangsvoraussetzungen erfolgt ein Auswahlverfahren nach den Kriterien, die für diese Vorhabensart festgelegt sind.

Im Auswahlverfahren werden nur vollständige Förderungsanträge berücksichtigt. Unvollständige Förderungsanträge sind vom aktuellen Auswahlverfahren ausgeschlossen. Eine neuerliche Beantragung des Vorhabens im Rahmen nachfolgender Auswahlverfahren ist zulässig.

Die Auswahlkriterien, die für das Auswahlverfahren herangezogen werden, sind im Dokument „Auswahlverfahren und Auswahlkriterien für Projektmaßnahmen im Rahmen des österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014-2020“ beschrieben.

Ein weiterer Aufruf zur Einreichung von Förderungsanträgen für den oben angeführten Bereich ist voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018 geplant.

Erforderliche Unterlagen für die Antragstellung

Weiters sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Firmenbuch-/Vereinsregisterauszug
  • Statuten/Satzungen/Geschäftsordnung
  • Vollmachten bei Stellvertretungen
  • Personalunterlagen
  • Bestätigung Finanzamt (sofern nicht vorsteuerabzugsberechtigt)

 

Abrechnungsunterlagen Zusammenarbeit/Entwicklung/Vermarktung von Tourismusdienstleistungen (Vorhabensart 16.3.1 a)

Weiterführende Informationen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at