Amt der Oö. Landesregierung
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Thermische Gebäudesanierung

Mit dieser Förderungsaktion sollen besonders die oberösterreichischen Betriebe motiviert werden, in die Gebäudesanierung zu investieren. Diese Maßnahme dient auch der Umsetzung der Oberösterreichischen Energiestrategie.

Wer wird gefördert?

Sämtliche natürliche und juristische Personen, insbesondere Unternehmen, unabhängig von der Unternehmensgröße.

Nicht gefördert werden natürliche und juristische Personen, soweit diese von anderen Förderungssystemen, insbesondere der Landwirtschaft oder Wohnbau, erfasst werden.

Was wird gefördert?

Investitionsmaßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes von betrieblich genutzten Gebäuden, die vor 1.1.1996 (Datum der Baubewilligung) errichtet wurden.

 

Förderungsrelevante Kosten sind Kosten für

  • Dämmung der Außenwände
  • Dämmung der obersten Geschossdecken bzw. des Daches
  • Dämmung der untersten Geschossdecke bzw. des Kellerbodens
  • Dämmung, Unterkonstruktion von hinterlüfteten Fassaden
  • Sanierung bzw. Austausch der Fenster und Außentüren
  • Einbau von Wärmerückgewinnungsanlagen bei Lüftungssystemen im Zuge der thermischen Sanierung des Gebäudes
  • Außenliegende Verschattungssysteme zur Reduzierung des Kühlbedarfes des Gebäudes

Wie wird gefördert?

Die Förderhöhe richtet sich, wie bei der Bundesförderung, nach der erzielten Sanierungsqualität bzw. nach dem Ausmaß der Unterschreitung der Anforderungen für den Heizwärmebedarf gem. OIB-Richtlinie (Stand 2011 oder 2015). Der Förderungssatz bezieht sich auf die von der Kommunalkredit ermittelten energierelevanten Förderungsbasis.

 

Unterschreitung der OIB-Anforderung nach Richtlinie 2011
Standardfördersatz

Erforderliche Unterschreitung der OIB-Anforderung für den Heizwärmebedarf nach OIB Richtlinie 6-2011

Unterschreitung Heizwärmebedarf um

max. 12 Prozent der vom Bund ermittelten energierelevanten Förderbasis 45 Prozent
max. 7 Prozent der vom Bund ermittelten energierelevanten Förderbasis 25 Prozent
max. 7 Prozent der vom Bund ermittelten energierelevanten Förderbasis

Reduktion des ursprünglichen Heizwärmebedarfs um 25 Prozent bei denkmalgeschützten NICHT-Wohngebäuden

 

Unterschreitung der OIB-Anforderung nach Richtlinie 2015

Standardfördersatz

Erforderliche Unterschreitung der OIB-Anforderung für den Heizwärmebedarf nach OIB Richtlinie 6-2015

Unterschreitung Heizwärmebedarf um

max. 12 Prozent der vom Bund ermittelten energierelevanten Förderbasis 30 Prozent
max. 7 Prozent der vom Bund ermittelten energierelevanten Förderbasis 15 Prozent
max. 7 Prozent der vom Bund ermittelten energierelevanten Förderbasis Reduktion des ursprünglichen Heizwärmebedarfs um 25 Prozent bei denkmalgeschützten NICHT-Wohngebäuden

 

Die Förderung ist pro Einzelfall mit maximal 50.000 Euro limitiert. 

 

Die OIB Anforderung kann entweder nach OIB Richtlinie 6 Stand 2011 oder 2015 wie folgt ermittelt werden:

OIB 2011 - Spezifischer Heizwärmebedarf:  
HWB = 8,5 x (1+2,5 / lc)

HWB = jährlicher spezifischer Heizwärmebedarf [kWh/m³a]
lc = charakteristische Länge gemäß Energieausweis

OIB 2015 - Referenz Heizwärmebedarf:
HWBRef, RK = 23 x (1 + 2,5 / lc)

HWBRef, RK = jährlicher referenzierter Heizwärmebedarf [kWh/m²a]
lc = charakteristische Länge gemäß Energieausweis

Hinweis: Das Land Oberösterreich kann nur Förderungen bis zu den beihilferechtlichen Höchstgrenzen gewähren! Sollten mit der gewährten Bundesförderung die beihilferechtlichen Höchstgrenzen bereits erreicht werden, so können keine zusätzlichen Landesförderungsmittel gewährt werden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Der Antrag auf zusätzliche Landesförderung muss vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Leistungen (ausgenommen Planungsleistungen), vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist, bei der Landesförderungsstelle bzw. bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH einlangen (ab 3. März 2016).

  • Das Ansuchen muss von der Österreichischen Kommunalkredit Public Consulting GmbH positiv beurteilt sein.
  • Der errechnete Heizwärmebedarf (HWB* bzw. HWBRef,RK) muss die gemäß OIB-Richtlinie 6 (Stand 2011 oder 2015) für NICHT-Wohngebäude den gültigen Anforderungen entsprechend der Tabelle (Baubewilligung vor dem 1.1.1996) unterschreiten.
  • Die jeweilige vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich, Förderungsrichtlinien 2015 für die Umweltförderung in Oberösterreich und Allgemeine Förderungsrichtlinie des Landes Oberösterreich.
  • Im Übrigen gelten die Förderungsvoraussetzungen des Bundes.

Erforderliche Unterlagen:

Alle angeführten Unterlagen können elektronisch per E-Mail: foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at übermittelt werden.
 

1.) Zur Vorprüfung der Förderungsfähigkeit

  •  Energieausweis für “Nicht - Wohngebäude” (OIB-Richtlinie Stand 2011 oder 2015) mit der Berechnung des Heizwärmebedarfs des gewerblich genutzten Gebäudeteils vor und nach der geplanten Sanierung unter Verwendung validierter Software
  • bei Denkmalschutz: Bestätigung des Bundesdenkmalamtes bei denkmalgeschützten Gebäuden (Formblattes der Bundesförderstelle: "Denkmalschutz Sanierungsoffensive")
     

 2.) Nach positivem Prüfungsergebnis

  • Kopie des Bundesförderantrages
     

3.) Nach positivem Abschluss der Bundesförderung

  • Kopie des technischen Datenblattes der Bundesförderstelle
  • Kopie des Endabrechnungsformulars der Bundesförderstelle
  • Behördenbestätigung
  • Bei Bedarf de-minimis-Formblatt
     

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen

Abwicklung / Antragstellung

Zur Vorprüfung der Förderfähigkeit der Maßnahme nach den Kriterien des Landes Oberösterreich müssen die Prüfungsunterlagen in elektronischer Form an die unten stehende E-Mail-Adresse eingereicht werden.

Auf Basis dieser Unterlagen wird geprüft, ob die Maßnahmen die Kriterien für eine Anschlussförderung des Landes erfüllen.

  • Wenn JA erhält der Antragsteller/die Antragstellerin die elektronische Einladung zur Übermittlung weiterer Unterlagen.
  • Wenn NEIN erhält der Antragsteller/die Antragstellerin die elektronische Mitteilung, dass keine Anschlussförderung seitens des Landes möglich ist.
     

Laufzeit:

ab 3. März 2016 bis zur Ausschöpfung der vorhandenen finanziellen Mittel

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 E-Mail post@ooe.gv.at