Amt der Oö. Landesregierung
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Anwendung der Bodenfunktionsbewertung in Gemeinden

Die Förderung soll Gemeinden unterstützen, auf der Grundlage der Karten zur Bodenfunktionsbewertung Maßnahmen zum schonenden Umgang mit Böden zu planen und umzusetzen.

Was ist Bodenfunktionsbewertung und wie können Gemeinden sie nutzen?

Die Karten zur Bodenfunktionsbewertung zeigen, wie leistungsfähig die Böden in einer Gemeinde sind, zum Beispiel beim Speichern von Niederschlägen oder bei der Produktion von Lebensmitteln und welche Böden daher besonders schützenswert sind (=Vorrangzonen Bodenschutz).

Die folgende Beispielkarte für die Bodenfunktion Abflussregulierung zeigt: Böden können Niederschläge aufnehmen, zwischenspeichern und zeitverzögert nach unten an das Grundwasser und Gewässer abgeben. Sie wirken ausgleichend auf den Wasserhaushalt und daher der Entstehung von Hochwasserereignissen entgegen. Je dunkler blau eine Fläche, ein Bodentyp ist, desto besser erfüllt er diese Funktion.

Wer wird gefördert?

Sämtliche natürliche und juristische Personen, insbesondere oberösterreichische Gemeinden und Städte

Was wird gefördert?

Gefördert werden Projekte zur Anwendung der Bodenfunktionsbewertung in der örtlichen Raumordnung einer Gemeinde bzw. Stadt mit dem vorrangigen Ziel, besonders wertvolle Böden zu erhalten. Außerdem wird die Planung von Ersatzmaßnahmen gefördert, falls eine Bodenüberbauung/-versiegelung aufgrund der örtlichen Notwendigkeiten nicht vermeidbar ist.

 

Beispiele für die Anwendung der Förderung sind:

  • Freiwillige Ausweisung von „Vorrangzonen Bodenschutz“ oder „landwirtschaftlichen Vorrangzonen“ im Rahmen der örtlichen Raumplanung,
  • Planung von Maßnahmen zur Reduzierung des Bodenverbrauchs bzw. der Bodenversiegelung,
  • Planung von Ersatzmaßnahmen wie zum Beispiel Bodenentsiegelung oder
  • Einsatz von wasserdurchlässigen Oberflächenbefestigungen anstelle vollständiger Versiegelung.

Wie wird gefördert?

Für Antragsteller, die MITGLIED im Bodenbündnis sind:

Für Mitglieder beträgt die Förderungshöhe maximal 80 Prozent der förderbaren Gesamt­summe. Der maximale Förderbetrag beträgt 20.000 Euro.

Für Antragsteller, die NICHT Mitglied im Bodenbündnis sind:

Für Nichtmitglieder beträgt die Förderungshöhe maximal 50 Prozent der förderbaren Gesamtsumme. Der maximale Förderbetrag beträgt 10.000 Euro.

  

Als förderrelevante Kosten gelten:

  • Kosten für Planung, Beratung, Organisation, Moderation, Projektbegleitung, Marketing, Fahrten, Druckkosten für Broschüren, Einladungen, Bewerbung, Plakate, Saalmiete etc.
  • Anschaffung von Datengrundlagen, wie z.B. die Daten der Finanzbodenschätzung

Die gesamten Kosten der beantragten sowie der abgerechneten Maßnahmen bzw. Aktivitäten müssen pro Förderantrag mindestens 1.000 Euro betragen.

Hinweis: Sind Antragstellerin bzw. Antragsteller im Sinne des Umsatzsteuergesetzes zum Vorsteuerabzug berechtigt, sind die anrechenbaren Kosten ohne Umsatzsteuer zu bemessen.

  

Nicht übernommen werden z.B. die Kosten für eine Bewirtung, der Aufwand für die Obfrauen und Obmänner von Vereinen, die Anschaffung von Geräten wie Beamer usw., die allgemein einsetzbar sind.

Erforderliche Unterlagen

Alle unten angeführten Unterlagen können elektronisch per E-Mail an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at übermittelt werden.

 

Vor Umsetzung der Maßnahme für die Antragstellung:

  • Antragsformular Land
  • Beschreibung der Maßnahme
  • Kostenaufstellung und Finanzierungsplan
  • Aussagekräftiger Titel (Projektbezeichnung)
  • Angaben zum Projektträger (Gemeinde, Ansprechperson in der Gemeinde, vollständige Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
  • Angaben zum Projekt (Ausgangslage, Projektziele, Inhalt des Projekts, Darstellung des räumlichen Wirkungsbereiches des Projekts, Stellenwert für die Gemeinde, vorgeschlagene Maßnahmen­)
  • Zeitplan (Projektbeginn, Projektabschluss, Meilensteine)
  • Kostenabschätzung (z.B. Kosten für externe Dienstleistungen, Marketingkosten, Material­kosten)

 

Nach Umsetzung der Maßnahme für die Endabrechnung:

  • Endabrechnungsblatt mit Auflistung der tatsächlichen Ausgaben und Zahlungsbelege
  • Aussagekräftiger Projektbericht inklusive etwaige Belegexemplare (z.B. Planunterlagen, Folder, Fotos, Zeitungsausschnitte, Projektbericht, Einladungen)

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.

Abwicklung / Antragstellung

  • Der Antrag ist mittels Formular gemeinsam mit den notwendigen Beurteilungsunterlagen für die Landesförderung an die Abteilung Umweltschutz zu richten.
  • Nach Vorliegen aller erforderlichen Unterlagen und Bewertungen durch die Abteilung Umweltschutz (Bodenschutzteam in Zusammenarbeit mit dem Förderreferat bzw. externen Expertinnen und Experten) treffen die zuständigen Organe des Landes die Entscheidung über Genehmigung oder Ablehnung des Ansuchens.
  • Im Falle einer Genehmigung erhält die Antragstellerin bzw. der Antragsteller die Mitteilung über die Höhe der vorgesehenen Förderung und allenfalls damit verbundene Bedingungen und Auflagen. Nach Umsetzung der Maßnahme wird nach Prüfung der vollständigen Endabrechnungs­unterlagen durch die Abteilung Umweltschutz (Bodenschutzteam in Zusammenarbeit mit dem Förderreferat) auf Basis der tatsächlichen Kosten der endgültige Förderungsbetrag an die Förderungswerberin bzw. den Förderungswerber ausbezahlt.

Laufzeit

1. April 2016 bis 31. Dezember 2019 und nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel.

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at