Amt der Oö. Landesregierung
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Miet(kauf)wohnungen, Eigentumswohnungen, Altersgerechte Wohnungen, Wohnheime

Gefördert wird der Neubau von Miet(kauf)- und Eigentumswohnungen, altersgerechte Wohnungen bzw. Wohnheime durch Förderungsdarlehen oder Annuitätenzuschüsse des Landes Oberösterreich.

Wer wird gefördert?

  • Gemeinnützige Bauvereinigungen
  • Gemeinden
  • Gewerbliche Bauträger (nur Wohnungen)
  • Förderungswerberinnen und Förderungswerber deren tatsächliche Geschäftsführung kirchlichen oder sozialen Zwecken gewidmet ist
  • Natürliche Personen (nur bei Ein-, Um- oder Zubau)

Was wird gefördert?

Die Errichtung von

  • Miet- und Eigentumswohnungen
  • Altersgerechte Wohnungen
  • Wohnheimen

Wie wird gefördert?

Durch die Gewährung eines
(A) FÖRDERUNGSDARLEHEN für die Errichtung von Wohnungen
und von
(B) ANNUITÄTENZUSCHÜSSEN für die Errichtung von Wohnheimen

A. FÖRDERUNGSDARLEHEN für die Errichtung von Wohnungen:

1.  Ausmaß des Förderungsdarlehens

Die Basisförderung kann für die Errichtung von Miet(kauf)- und Eigentumswohnungen bis zu maximal 58 Prozent der anerkennbaren Gesamtbaukosten betragen, bei Altersgerechten Wohnungen bis zu 66 Prozent.
Bei Miet(kauf)wohnungen dürfen Freiflächen (Loggien, Balkone und Terrassen) nicht größer als 10 Prozent der Wohnfläche errichtet werden, Wohnungen unter 80 Wohnfläche dürfen abweichend davon eine Freifläche bis zu 8 aufweisen; bei Eigentumswohnungen dürfen diese Freiflächen in einem größeren Ausmaß errichtet werden, jedoch ist die Basis für die Förderung auf das Ausmaß der Miet(kauf)wohnungen beschränkt. Diese Freiflächen (Loggien, Balkone und Terrassen) können im Ausmaß von maximal 50 Prozent der förderbaren Fläche mit dem Fördersatz für die Wohnnutzfläche gefördert werden.

2. Zusatzförderungen (Erhöhung des Förderungsdarlehens)

Die Basisförderung kann sich für folgende Maßnahmen im Ausmaß der tatsächlich nachgewiesenen Kosten, jedoch maximal um folgende Beträge erhöhen:

  • Barrierefreier Personenaufzug
    50 Euro
    pro geförderte Fläche in Gebäuden mit weniger als vier Geschoßen.
  • Wohnanlagen bis 12 Wohneinheiten
    50 Euro
    pro m²  geförderte Fläche beim Neubau von Wohnanlagen bis zwölf Wohneinheiten
  • Garage
    Pro Wohnung
    wird entweder
    für die Tiefgarage, deren Errichtung von der Behörde zwingend vorgeschrieben wurde, ein Pauschalbetrag von 6.600 Euro als Förderungsdarlehen für einen Tiefgaragen-Abstellplatz
    oder
    für eine oberirdische Einzelgarage ein Pauschalbetrag von 3.000 Euro als Förderungsdarlehen  gewährt.
  • Biomasse-Heizanlage
    20 Euro
    pro geförderte Fläche bei der Errichtung einer Biomasse-Heizanlage. Der Zuschlag wird auch bei Contracting bewilligt.
  • Solaranlage
    20 Euro
    pro geförderte Fläche bei Errichtung einer Solaranlage. Der Zuschlag wird auch bei Contracting bewilligt.

Solaranlagen werden auch nach der Oö. Energiespar-Verordnung 2008 gefördert.

  • Ökologische Dämmstoffe
    20 Euro pro Wohnnutzfläche, wenn ökologische Dämmstoffe aus nachwachsenden  Rohstoffen verwendet werden. Sämtliche Außenbauteile (Außenwand, oberste Decke/Dach,  Kellerdecke, erdanliegender Boden – ausgenommen erdberührende Dämmung) müssen zu  100 Prozent mit nachwachsenden ökologischen Dämmstoffen versehen werden. Zusätze  gegen Feuer, Wasser und Schädlinge sowie Stützfasern sind zulässig. Nachwachsende  ökologische Dämmstoffe sind z.B. Flachs, Hanf, Holzfaser, Schafwolle, Stroh, Zellulose und  Kork. Die Wärmeleitfähigkeit muss kleiner gleich 0,06 W/mK sein (Lambda-Wert).
  • Energiesparen
    Die geförderten Gesamtbaukosten erhöhen sich um 150 Euro bis 200 Euro je in Abhängigkeit vom nachgewiesenen energetischen Gebäudestandard.

Für die Gewährung der Förderung sind folgende energetische Standards maßgebend:
Niedrigstenergiehaus als Mindeststandard.... 150 Euro /
AB/VB größer gleich  0,8 .... 36 kWh/m²a
AB/VB kleiner gleich  0,2 .... 20 kWh/m²a
AB/VB zwischen 0,2 und 0,8 .... linear ansteigend von 20 bis 36 kWh/m²a
Bei Nichterreichung dieses Mindeststandards wird keine Förderung gewährt.

Haus, kleiner gleich 10 kWh/m²a.... 200 Euro /
Energiekennzahl kleiner gleich 10 kWh/m²a unabhängig vom Verhältnis A/V

Alternativ kann zur Bewertung der Gesamtenergieeffizienz eines Wohnhauses der Gesamtenergieeffizienzfaktor fGEE  für das Referenzklima  herangezogen werden. Der Gesamtenergieeffizienzfaktor des geplanten Wohnhauses darf dabei nachweislich nicht höher sein als der Gesamtenergieeffizienzfaktor eines Wohnhauses gleicher Geometrie, das in Bezug auf die Gebäudehülle die oben genannten Anforderungen erfüllt und in Bezug auf die haustechnische Ausstattung die Vorgaben hinsichtlich der Errichtung einer Solaranlage  (s. unten 3., Punkt 7 - Voraussetzungen) berücksichtigt. Ist eine dezentrale Warmwasserbereitung geplant, ist bei der Berechnung des Gesamtenergieeffizienzfaktors fGEE als Referenzausstattung für die Warmwasserbereitung ein dezentraler elektrischer Warmwasserspeicher zu berücksichtigen.

Unbeschadet der obigen Bestimmungen darf zur Sicherstellung einer energieeffizienten Gebäudehülle der Heizwärmebedarf ohne Einrechnung der Wärmerückgewinne aus Lüftungsanlagen bei einem A/V größer gleich 0,8 den Wert von 45 kWh/m²a, bei einem A/V kleiner gleich 0,2 den Wert von 22,5 kWh/m²a nicht überschreiten. Bei A/V zwischen 0,2 und 0,8 gelten linear ansteigend Werte von 22,5 bis 45 kWh/m²a.

3. Bedingungen des Förderungsdarlehen

Laufzeit 37, 38 bzw. 39 Jahre entsprechend der gewährten Zuschläge.
Die Annuität (Tilgung und Verzinsung) beträgt anfänglich jährlich ein Prozent, bei 37jähriger Laufzeit. Diese Annuität steigt während der Darlehenslaufzeit. Die Verzinsung beträgt jährlich ein Prozent während der ersten 25 Jahre anschließend bis zum Laufzeitende zwei Prozent.
Bei Altersgerechten Wohnungen beträgt die Laufzeit des Förderungsdarlehens 46, 48 bzw. 49 Jahre entsprechend der gewährten Zuschläge. Das Darlehen ist mit ein Prozent über die gesamte Laufzeit verzinst. Die Annuität (Tilgung und Verzinsung) beträgt anfänglich jährlich ein Prozent.
Das Land Oberösterreich hat die Möglichkeit, ab dem sechsten Jahr die Rückzahlungsrate des Förderungsdarlehens neu zu bemessen, wenn sich das Einkommen des Darlehensschuldnersbzw. Mieters oder der Geldwert inzwischen wesentlich geändert haben.

4. Für welche Wohnungen wird ein Förderungsdarlehen gewährt:

  • Gefördert werden nur jene Bauvorhaben, deren Wohnnutzfläche (Wohnfläche plus Loggienfläche) im Durchschnitt 90 nicht überschreitet.
  • Bei den einzelnen Wohnungen dürfen folgende Wohnungsgrößen generell nicht überschritten werden:
    • Zwei-Raumwohnung  maximal  55
    • Drei-Raumwohnung   maximal  75
    • Vier-Raumwohnung   maximal  90
    • Fünf-Raumwohnung   maximal 100
    Diese Flächenvorgaben gelten ohne Einbeziehung von Loggien, Balkonen oder Terrassen. Diese Größenvorgaben können im Einzelfall um bis zu zehn Prozent überschritten und gefördert werden, wobei die oben genannten Werte bei den einzelnen Raumklassen pro Wohnanlage insgesamt nicht überschritten werden dürfen; Überschreitungen um bis zu zehn Prozent bei Vier- und Fünf-Raumwohnungen können auch mit Optimierungen bei den Raumklassen für Zwei- und Drei-Raumwohnungen ausgeglichen werden. Bei  Eigentumswohnungen können darüber hinaus weitere Größenüberschreitungen toleriert, jedoch nicht gefördert werden;

Mietwohnungen
Der Förderungswerber hat mindestens elf Prozent der Nettogesamtbaukosten (ohne Mehrwertsteuer) als Eigenmittel einzusetzen, vom Mieter sind zwei Prozent der Gesamtbaukosten als Eigenmittel aufzubringen.
Die monatliche Rückzahlungsrate für Förderungsdarlehen, Bankdarlehen und Eigenmitteleinsatz darf monatlich pro Nutzfläche 3,65 Euro (ohne Mehrwertsteuer) nicht übersteigen.

Eigentumswohnungen
Die Wohnungskäuferinnen und Wohnungskäufer haben mindestens zehn Prozent der Gesamtbaukosten als Eigenmittel aufzubringen.

Miet- und Eigentumswohnungen durch Ein-, Um-, oder Zubau
Bei Ein-, Um- oder Zubau von Miet- und Eigentumswohnungen in bisher nicht für Wohnzwecke genutzte Räumlichkeiten oder Gebäude (z.B. Dachboden, Büroräume, Fabrikhalle) werden höchstens 90 pro Wohneinheit gefördert.
Das zu fördernde Objekt muss nach dem Einbau der neuen Wohnung(en) mindestens vier Wohnungen aufweisen.

Altersgerechte Wohnungen
Der Förderungswerber oder die Förderungswerberin hat mindestens zehn Prozent der Gesamtbaukosten als Eigenmittel aufzubringen. Ein Eigenmitteleinsatz der Mieterin oder des Mieters ist nicht vorzusehen.
Die monatliche Rückzahlungsrate für Förderungsdarlehen, Bankdarlehen und Eigenmitteleinsatz darf monatlich pro Nutzfläche 3,30 Euro (ohne Mehrwertsteuer) nicht übersteigen.

Altersgerechte Wohnungen mit erhöhter Förderung sind dem Förderungszweck entsprechend zu nutzen, widrigenfalls durch die Förderungsstelle eine Änderung der Rückzahlungsmodalitäten bzw. Kürzung oder Fälligstellung der Förderung vorgenommen wird.
Die Vergabe von Altersgerechten Wohnungen hat ausnahmslos an Personen zu erfolgen, die ohne das Angebot einer Altersgerechten Wohnung möglicherweise einen Heimplatz in Anspruch nehmen würden oder müssten.
Das sind im besonderen:
Menschen ab einem Alter von 70 Jahren oder Menschen ab einem Alter von 60 Jahren mit mangelhaftem, nicht altersgerechtem Wohnstandard oder Menschen mit leichtem bis mittlerem Pflegebedarf (Pflegegeldbezug, Rollstuhlfahrer) oder Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung oder Menschen, die über Empfehlung der mobilen Dienste aufgrund einer besonderen sozialen Situation vorgeschlagen werden.
Im Mietvertrag ist die zu vermietende Wohnung als Seniorenwohnung zu bezeichnen und die Bereitstellung einer Grundversorgung des Hauptmieters mit sozialen Diensten der Altenhilfe zu vereinbaren. Die Inanspruchnahme des sozialen Dienstes der Altenhilfe darf den Mietern nicht vorgeschrieben werden; auf Wunsch des Mieters ist diese jedoch sofort bereit zu stellen.
Sämtliche sonstigen Förderauflagen gemäß Oö.WFG 1993 und der Oö. Neubauförderungs-Verordnung 2013 sind selbstverständlich Voraussetzung für die Zuweisung einer Altersgerechten Wohnung.
Die Prüfung und Einhaltung dieser Fördervoraussetzungen durch die Bewohner und Bewohnerinnen hat der Bauträger vorzunehmen.

B. ANNUITÄTENZUSCHÜSSE für die Errichtung von Wohnheimen:

Für die Errichtung von Wohnheimen (Lehrlings-, Studenten-, Alters- und Pflegeheimen) werden Annuitätenzuschüsse zu einem Darlehen mit einer Laufzeit bis zu 30 Jahren im Ausmaß von höchstens 50 Prozent der förderbaren Gesamtbaukosten  (105.000 Euro/Platz inklusive Einrichtung bei Alten- und Pflegeheimen; 100.000 Euro/Platz inklusive Einrichtung bei sonstigen Heimen) gewährt.
Die Förderungswerberin oder der Förderungswerber hat über die gesamte Darlehenslaufzeit von 30 Jahren eine gleichbleibende Annuität von 1,94 Prozent vom ursprünglichen Darlehensbetrag zu bezahlen. Der Annuitätenzuschuss beträgt die Differenz von 1,94 Prozent auf die tatsächliche Annuität des bewilligten Darlehens.
Für das aufzunehmende Hypothekardarlehen muss in Bezug auf die Darlehenskonditionen die Zustimmung der Abteilung Wohnbauförderung eingeholt werden. Das Land Oberösterreich übernimmt für das aufgenommene Hypothekardarlehen die Haftung.
Bei Wohnheimen ist als energetischer Mindeststandard ein Niedrigenergiehaus vorzusehen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Welche Voraussetzungen muss ein Bauherr erfüllen?

  • Der Förderungswerber muss Eigentümer oder Bauberechtigter der zu verbauenden Liegenschaft sein.
  • Das zu verbauende Grundstück muss lastenfrei sein.
  • Vorlage einer Bankgarantie als Garantie für die Fertigstellung der Wohnanlage.
  • Vor schriftlicher Zusicherung der Förderung darf mit dem Bau nicht begonnen werden.

Welche Voraussetzungen müssen Mieter und Eigentümer aufweisen?

  • Der Mieter bzw. Eigentümer muss eine förderbare Person sein und die geförderte Wohnung mit Hauptwohnsitz bewohnen. Das Einkommen darf bestimmte Einkommensobergrenzen nicht übersteigen (siehe "Begriffe zum Thema Wohnen").
  • Weiters müssen Eigentümer österreichische Staatsbürger oder Bürger eines EWR-Staates sein. Bürger aus Nicht EWR-Ländern müssen ununterbrochen und rechtmäßig mehr als fünf Jahre in Österreich ihren Hauptwohnsitz haben und in Österreich in diesem Zeitraum mindestens 36 Monate lang Einkünfte oder Leistungen bezogen haben (siehe "Begriffe zum Thema Wohnen").
  • Mit dem Kauf einer geförderten Wohnung sind alle Rechte an jenen Wohnungen aufzugeben, die in den letzten fünf Jahren mit Hauptwohnsitz vor Bezug der geförderten Eigentumswohnung dauernd bewohnt wurden.
  • Ehepaare und eingetragene Partner müssen den selben Hauptwohnsitz haben.
  • Eine Vermietung der Eigentumswohnung ist nicht zulässig.

Wie müssen die Wohnungen ausgestattet sein?

  • Bauvorhaben, für die eine Förderung beantragt wird und die ab dem Bauprogramm 2015 umgesetzt werden, haben die Wirtschaftlichkeitsparameter einzuhalten und Vorgaben des Standardausstattungskataloges zu erfüllen. Eine Förderung kann nur dann erfolgen, wenn das Bauvorhaben in einer Gesamtbewertung als wirtschaftlich positiv beurteilt wird. Es können auch einzelne Projekte des Bauprogramms durch den Wirtschaftlichkeitsbeirat überprüft und einer Detailevaluierung unterzogen werden. siehe Dokument am Seitenende
  • Bei Wohnhäusern mit neun oder mehr Wohnungen ist ein genereller Lifteinbau ab dem zweiten Obergeschoß verpflichtend. Bei Gebäuden ohne zwingenden Lifteinbau hat die Planung des Stiegenhauses so zu erfolgen, dass ein nachträglicher Lifteinbau bzw. Liftanbau mit Ausstiegsstellen in allen Geschoßebenen niveaugleich möglich ist.
  • Beim Altersgerechten Wohnen sind Loggien oder überdachte Balkone vorzusehen.
  • Miet(kauf)wohnungen sind mit Oberflächenendausführung herzustellen d.h. sie müssen bezugsfertig sein. Bei Eigentumswohnungen kann die Oberflächenendausführung zur Gänze entfallen.
  • Die erforderlichen Anschlussmöglichkeiten für E-Herd, Spülbecken und Kühlschrank sind herzustellen. Bei Wohnungen mit mehr als zwei Räumen ist eine bauliche Trennung von Bad undWC herzustellen; dies gilt nicht bei einer behindertengerechten Ausführung. Im Bad ist Platz für eine Waschmaschine und deren Anschluss vorzusehen.
  • Ein der Größe der Wohnung entsprechender Bereich für Abstellzwecke (Abstellschrank) ist innerhalb der Wohnung vorzusehen.
  • Eine wassergeführte Solaranlage mit einer Kollektormindestgröße (Aperturfläche) von 2,5 m²pro Wohnung ist verpflichtend vorzusehen. Vom Einbau einer Solaranlage kann abgesehen werden, wenn eine ganzjährige Nah- bzw. Fernwärmeversorgung, die überwiegend aus Biomasse, Prozess- oder Abwärme oder Geothermie gewonnen wird, gegeben ist oder Heizsysteme auf Basis emissionsarmer, biogener Brennstoffe eingesetzt werden oder Erdgas-Brennwert- bzw. Flüssiggas-Brennwert-Anlagen mit einem überwiegenden Anteil des Gases aus erneuerbaren Energieträgern betrieben werden oder eine Wärmepumpe, die mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energieträgern (Basis: Händlermix) betrieben wird oder wenn der Einbau einer Solaranlage aus klimatischen Gründen wirtschaftlich nicht vertretbar ist.
  • Kohle, Heizöl und Elektroheizungen als Hauptheizsystem dürfen nicht verwendet werden.

Hinweis:

Zusätzlich zu den energetischen Kriterien müssen verbindliche Ökokriterien eingehalten werden.

Ökologische Mindestkriterien

Die folgenden ökologischen Mindestkriterien sind einzuhalten. Die entsprechenden Bestimmungen sind in den Ausschreibungstexten aufzunehmen. Es können jederzeit stichprobenartig Kontrollen bezüglich der Einhaltung der Anforderungen durchgeführt werden.

  • HFKW-freie und HFCKW-freie Wärmedämmstoffe und Baustoffe
  • Brennwerttechnik bei Gaskessel
  • selbsttätig wirkende Einrichtungen zur raum- bzw. zonenweisen Regelung der Raumtemperatur (z.B. Thermostatventil)
  • Niedertemperaturverteilsystem (Vorlauf-/Rücklauftemperatur max. 60/35 °C)
  • bei Umwälzpumpen sind gemäß Energieverbrauchs-Kennzeichnung (EU-Energie-Label) nur Pumpen mit einem Energieeffizienzindex (EEI) von kleiner gleich 0,4 oder mit einem niedrigeren Wert auszuführen; werden für bestimmte Pumpen niedrigere EEI-Werte aufgrund von unionsrechtlichen oder bundesrechtlichen Vorschriften vorgegeben, so gelten diese.
  • ein wassergetragenes Heizsystem ist vorzusehen (ausgenommen bei Passivhäusern)

  • elektrische Durchlauferhitzer zur Warmwasserbereitung sind nicht zulässig

  • ein Nachweis über die einzuhaltende Vermeidung der sommerlichen Überwärmung gemäß ÖNORM B 8110 Teil 3 ist auf Verlangen vorzulegen

  • luftdichte Gebäudehülle mit n50-Wert kleiner oder gleich 1,5 [h-1] bei Niedrigstenergiehäusern und kleiner oder gleich 0,6 [h-1] bei Passivhäusern

  • fachgerechte hydraulische Einregulierung der Wärmeverteilungs/abgabe-Systeme

  • kein Einsatz von Tropenholz; Ausnahme: Hölzer mit FSC Nachweis (Forest Stewardship Council). Dieser Nachweis ist seitens des Auftragnehmers zu erbringen

  • Einsatz emissionsarmer Bauchemikalien, d.h.

  • formaldehydarme bzw. formaldehydfreie Holzwerkstoffe

  • Einsatz von Verlegewerkstoffen für Boden und Parkettlegearbeiten gemäß dem Emissionsstandard „sehr emissionsarm“ (EC1) des international etablierten Codierungssystems EMICODE oder gleichwertigen Nachweis

  • lösemittel-, biozid- und weichmacherfreie Wand- und Deckenanstriche, Tapetenkleber

  • Lacke, Lasuren, Holzversiegelungen dürfen maximal 5 Prozent Lösemittel enthalten und müssen aromatenfrei sein. Bei Fußbodenoberflächenbehandlung sind maximal 8 Prozent Lösemittelanteil erlaubt

  • Lösemittelfreie Vorstriche und bituminöse Spachtelmassen

Abwicklung / Antragstellung

Der Antrag ist mittels Formular an die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung zu richten.

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 E-Mail post@ooe.gv.at