Amt der Oö. Landesregierung
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Altstoffsammelzentren (ASZ)

Mit der Förderung höherrangiger und verbesserter neuer Altstoffsammelzentren mit integrierter ReVital-Zwischenlagerung soll eine den aktuellen Anforderungen an Wiederverwendung und Verwertung angepasste, getrennte und sortenreine Sammlung forciert werden.

Wer wird gefördert?

  • Bezirksabfallverbände
  • Statutarstädte

Nicht gefördert werden Gemeinden oder deren ausgelagerte Gesellschaften, die eine Altstoffsammeleinrichtung errichten.

Was wird gefördert?

Neubau von Altstoffsammelzentren, die

  1. zusätzlich bezirksübergreifend errichtet werden oder
  2. mindestens zwei bestehende Altstoffsammeleinrichtungen (Altstoffsammelinsel oder Altstoff­sammelzentrum) ersetzen.

 

  • Für die Förderung muss mindestens ein Kriterium (a oder b) zutreffen.
  • Eine Kumulierung der Förderungsvarianten ist nicht möglich.
  • Bezirksübergreifend bedeutet, dass das neue und zusätzlich errichtete Altstoffsammel­zentrum von mehreren Gemeinden der jeweiligen Bezirke genutzt wird. Diese Nutzung muss vertraglich geregelt sein.
  • Wenn geförderte Altstoffsammeleinrichtungen ersetzt werden, müssen diese mindestens 10 Jahre (siehe Förderungsschreiben) in Betrieb gewesen sein.

 

NICHT gefördert werden

  • Grundstückskosten, Aufschließungskosten und jede Art von Gebühren
  • Neubauten aufgrund Ersatz nur eines Standortes
  • Erweiterungen, Zu- und Umbauten
  • Instandhaltungen
  • Einrichtungen, Erstausstattung etc.

Wie wird gefördert?

Die Förderungshöhe beträgt bis 40 Prozent der anrechenbaren Nettokosten, jedoch

  • maximal 200.000 Euro für ein zusätzliches Altstoffsammelzentrum, welches in Koopera­tion von mindestens zwei Bezirksabfallverbänden errichtet wird,
  • maximal 120.000 Euro für ein neues Altstoffsammelzentrum, welches mindestens zwei bestehende Standorte ersetzt.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Fachlichen Voraussetzungen

  • Sammelmenge mindestens 800 t pro Jahr (Gesamtmenge inkl. Bauabfälle und Strauchschnitt);
  • ein ausschließlich für die Zwischenlagerung von ReVital–Fraktionsgruppen (laut Markenlizenzvertrag für Oberösterreich) geeignetes über­dachtes, witterungsgeschütztes und nach allen Seiten abgeschlossenes Lager von min­destens 60 ;
  • Öffnungszeiten von mindestens 20 Stunden, verteilt auf zumindest drei Tage pro Woche inklusive Samstag; Sammelspektrum: Altstoffe, Problemstoffe, Asbestzement, Elektroaltgeräte, Batterien, sperrige Abfälle, Altholz, mineralische und nicht mineralische Bauabfall-Kleinmengen, Abfälle zur Wiederverwendung;
  • kostenlose Übernahme bis zu den vom jeweiligen Bezirksabfallverband (Organbeschluss) festge­legten Freimengengrenzen bei sperrigen Abfällen, Altholz und Bauschutt;
  • Einsatz von ökologischen Baustoffen,  Recycling-Baustoffen oder ReUse-Bauteilen;
  • Informationsecke zur Öffentlichkeitsarbeit der kommunalen Abfallwirtschaft, inklusive Hinweis auf Reparatur-, Recycling- und Wiederverwendungsinitiativen

 

Förderungsrelevanten Voraussetzungen

  • Der Antrag auf Landesförderung muss vor Baubeginn eingebracht werden.
  • Kooperationsvereinbarung zwischen den Bezirksabfallverbänden (gilt nur für Förderungs­punkt a);
  • Stilllegung von mindestens zwei Standorten spätestens ein Monat nach der Neueröff­nung des neuen Altstoffsammelzentrums (gilt nur für Förderungspunkt b);
  • die jeweilige vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Richtlinien zur Umwelt­förderung in Oberösterreich, Förderungsrichtlinien 2015 für die Umweltförderung in Oberösterreich und Allgemeine Förderungsrichtlinie des Landes Oberösterreich, jeweils in der geltenden Fassung.
  • Das geförderte Altstoffsammelzentrum muss mindestens 10 Jahre auf dem Errichtungs­standort betrieben werden.

 

Erforderliche Unterlagen

VOR Baubeginn:

  • Antragsformular Land (vollständig ausgefüllt und unterfertigt)
  • Finanzierungsplan
  • prognostizierte Sammelmenge pro Jahr
  • ReVital-Markenlizenzvertrag mit dem Landesabfallverband als Lizenzgeber
  • Bericht über den geplanten Einsatz von ökologischen Baustoffen, Recycling-Baustoffen oder ReUse-Bauteilen sowie deren Verhältnismäßig­keit zum Investitionsvolumen
  • Vorlage Organbeschluss der kostenlosen Übernahme von sperrigen Abfällen, Altholz und  Bauschutt (inklusive Freimengengrenzen)

 

NACH Baufertigstellung:

  • alle erforderlichen Genehmigungen bzw. Bescheide für den Bau und Betrieb der Anlage
  • Rechnungsbelege und Zahlungsbestätigungen (Kopie)
  • Abrechnungsformular Land OÖ
  • Fotodokumentation des Informationsstandes für Öffentlichkeitsarbeit
  • Nachweis über die tatsächliche Sammelmenge nach einem vollen Betriebsjahr
  • Bestätigung, dass ein mindestens 60  großer ReVital-Lagerraum errichtet wurde.
  • Bericht und Fotodokumentation über den Einsatz von ökologischen Baustoffen, Recycling-Baustoffen oder ReUse-Bauteilen

 

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.

 

Auszahlungsbedingungen

  • Unterzeichneter ReVital-Markenlizenzvertrag mit dem Landesabfallverband als Lizenzgeber (Kopie)
  • Die zugesagte Landesförderung wird nach Prüfung der vollständig eingereichten Unter­lagen von der Landesstelle ausbezahlt.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung Ihrer Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffenden Maßnahmen die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

 

Antragstellung

Der Förderungsantrag ist VOR Durchführung der Maßnahme an die Förderstelle des Landes Oberösterreich zu senden. Sämtliche notwendigen Unterlagen für die Beurteilung der Förderungsfähigkeit Ihrer Investition sind mit dem Antrag zu übermitteln. Das Fehlen von Unterlagen verzögert die Bearbeitung des Antrages.

 

Beurteilung

Nach Vorliegen aller erforderlichen Unterlagen und Bewertung durch die Abteilung Umweltschutz (Abfallexpertinnen bzw. -experten in Zusammenarbeit mit dem Förderreferat), treffen die zu­ständigen Organe des Landes die Entscheidung über Genehmigung oder Ablehnung des Ansuchens.

 

Genehmigung

Im Falle einer Genehmigung erhält die Antragstellerin bzw. der Antragsteller die Mitteilung über die Höhe der vorgesehenen Förderung und allenfalls damit verbundene Bedingungen und Auflagen.

 

Auszahlung

Nach Umsetzung der Maßnahme wird nach Prüfung der vollständigen Endabrechnungs­unterlagen durch die Abteilung Umweltschutz auf Basis der tatsächlichen Kosten der endgültige Förderungsbetrag an die Förderungswerberin bzw. den Förderungswerber ausbezahlt.

Laufzeit

1. April 2016 bis 31. Dezember 2019 und nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel.

 

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at