Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
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Sanierung von Häusern bis zu 3 Wohnungen

Sanierungsförderung für Häuser bis zu 3 Wohnungen. Gefördert wird die Sanierung, die Errichtung von zusätzlichen Wohnräumen/Wohnungen durch Zu- und Einbau, die Schaffung von Wohnungen in bisher nicht für Wohnzwecke genützte Gebäude.

Wer wird gefördert?

Eigentümerinnen und Eigentümer von Häusern bis zu drei Wohnungen

Einkommensgrenzen:
Das Jahreshaushaltseinkommen besteht aus der Summe der Einkommen des Förderungswerbers  und des im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegatten, Lebensgefährten oder eingetragenen Partners und darf folgende Einkommensgrenzen nicht übersteigen:

1 Person  37.000 Euro
2 Personen  55.000 Euro
für jede weitere Person im gemeinsamen Haushalt ohne Einkommen  zusätzlich 5.000 Euro
Alimentationsverpflichtung (zum Zeitpunkt der Antragstellung) pro Kind  zusätzlich 5.000 Euro

Das Jahreshaushaltseinkommen besteht aus den Bruttoeinkünften abzüglich der Werbungskosten (z.B. Sozialversicherung, Pendlerpauschale etc.) gemäß § 16 Einkommensteuergesetz 1988 und der einbehaltenen Lohnsteuer.
Familienbeihilfe, Unterhaltszahlungen für Kinder, gesetzlich geregelte Waisenrenten, Pflegegelder und Abfertigungen zählen nicht zum Einkommen.

Die Förderung wird um 25 Prozent, 50 Prozent bzw. 75 Prozent reduziert, wenn die Einkommensgrenzen um höchstens 10 Prozent, 20 Prozent bzw. 30 Prozent überschritten werden.

Einkommensnachweise:

  1. Arbeitnehmer, die nicht zur Einkommensteuer veranlagt sind: Lohnzettel bzw. Einkommensteuerbescheid gemäß Arbeitnehmerveranlagung
  2. Zur Einkommensteuer veranlagte Personen: Letzter Einkommensteuerbescheid
  3. Landwirte: Letzter land- und forstwirtschaftlicher Einheitswertbescheid
  4. Kinderbetreuungs- und Wochengeld, bedarfsorientierte Mindestsicherung, Notstandshilfe u. dgl., Bestätigung über den Bezug von Arbeitslosengeld
  5. Antragsteller, die nicht aus dem EWR-Raum stammen, müssen ununterbrochen und rechtmäßig mindestens fünf Jahre in Österreich ihren Hauptwohnsitz haben und Einkünfte beziehen, die der Einkommensteuer in Österreich unterliegen oder auf Grund der Ausübung einer Erwerbstätigkeit Beiträge an die gesetzliche Sozialversicherung in Österreich entrichtet haben und nunmehr Leistungen aus dieser erhalten (§ 6 Abs. 9 Oö. WFG 1993, i. d. F. LGBl. 59/2013) sowie innerhalb der letzen fünf Jahre 36 Monate lang oben genannte Leistungen oder Einkünfte bezogen haben. Wird das Haus nicht vom Eigentümer bewohnt, sind keine Einkommensnachweise erforderlich.

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Sanierung von Häusern bis zu 3 Wohnungen, die Errichtung von zusätzlichen Wohnräumen/Wohnungen durch Zu- und Einbau, die Schaffung von Wohnungen in bisher nicht für Wohnzwecke genützte Gebäude und behindertengerechte Maßnahmen.

Voraussetzungen:

  • Die Erteilung der Baubewilligung des Gebäudes muss zum Zeitpunkt der Einreichung des Förderungsansuchens mindestens 20 Jahre zurückliegen.
  • Bei Schaffung von zusätzlichen Wohnräumen/Wohnungen durch Zu- oder Einbau muss die Erteilung der Baubewilligung des zu erweiternden Hauses zum Zeitpunkt der Einbringung des Ansuchens mindestens 10 Jahre zurückliegen.
  • Die Baubewilligung ist nicht maßgebend:
    - bei behindertengerechten Maßnahmen;
    - bei der Schaffung von Wohnungen in bisher nicht für Wohnzwecke genützte Gebäude;
    - bei einem Gebäude mit einer Nutzheiz-Energiekennzahl (NEZ) > 100 kWh/m²a bei einem A/V-Verhältnis von 0,8, wenn nach erfolgter Sanierung eine NEZ 65 kWh/m²a erreicht wird.

1. Sanierung des bestehenden Wohngebäudes

A. Gesamthafte energetische Sanierung:

Eine gesamthafte energetische Sanierung liegt vor, wenn auf Grund der durchgeführten Sanierungsmaßnahmen die NEZ nach dem festgelegten Berechnungsverfahren des Energiesparverbandes nicht mehr als 75 kWh/m²a, 65 kWh/m²a bzw. 45 kWh/m²a beträgt.
Der Nachweis der Nutzheiz-Energiekennzahl (NEZ) erfolgt durch ein Zertifikat des Energiesparverbandes oder durch einen Energieausweis.

B. Energetische Einzelmaßnahmen:

Sofern keine gesamthafte energetische Sanierung gemäß Punkt A vorgenommen wird, ist eine Förderung von energetischen Einzelmaßnahmen möglich:

  • Außendecken/Dach/oberste Geschoßdecke U 0,15 W/m²K;
  • Dachschrägen U  0,18 W/m²K;
  • Fenster und Türen gegen Außenluft (gesamt über Glas und Rahmen) U  1,20 W/m²K gemäß Prüfungszeugnis;
  • Außenwände und Wände gegen den Dachraum und Garagen U  0,25 W/m²K;
  • Decken und Wände zu unbeheiztem Keller U  0,35 W/m²K, im Falle einer Fußbodenheizung U  0,28 W/m²K;
  • Erdberührte Wände und Fußböden U  0,35 W/m²K;
  • Unbeheizter Keller gegen Außenluft U  0,5 W/m²K;
  • Dämmstärke Fensterlaibung   3 cm (die angegebene Mindest-Dämmstärke bezieht sich auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,04 W/m²K);
  • Fensterglas (bei Tausch nur das Glas, bezogen auf das Glas alleine) U 1,10 W/m²K;
  • Decken gegen Garagen U  0,25 W/m²K.

C. Sanierungsmaßnahmen ohne energetische Anforderungen:

  • Sanierungsmaßnahmen, welche das Dach, die Trockenlegung und die statische Sicherheit betreffen.
  • Behindertengerechte Maßnahmen bei Vorliegen eines Bescheides des Bundessozialamtes über eine Behinderung, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Sanierungsmaßnahme steht.

Die Darlehenssumme, bis zu welcher Annuitätenzuschüsse gewährt werden, beträgt bei einem Darlehen gemäß § 16 Oö. WFG 1993  (Laufzeit: 15 Jahre/25 Jahre) bei 1 Wohnung höchstens 37.000 Euro (Minimalenergiehaus höchstens 40.000 Euro), bei 2 und 3 Wohnungen höchstens 45.000 Euro, sofern die Baubewilligung der Wohnungen mindestens 20 Jahre zurückliegt.

Alternativ kann bei gesamthafter Sanierung ein Hypothekardarlehen gemäß § 2 Z 16 Oö. WFG 1993 (Laufzeit: 30 Jahre) aufgenommen werden. Die Darlehenssumme, bis zu welcher Annuitätenzuschüsse gewährt werden, beträgt bei 1 Wohnung höchstens 74.000 Euro (Minimalenergiehaus höchstens 80.000 Euro), bei 2 und 3 Wohnungen höchstens 90.000 Euro, sofern die Baubewilligung der Wohnungen mindestens 20 Jahre zurückliegt. ACHTUNG: Für diese Förderung muss der Antrag bis spätestens 31.08.2017 gestellt werden!

Die Darlehenssummen sind mit Rechnungen zu belegen!

2. "Handwerkerbonus"

Wenn bei Gebäuden mit einer Nutzheiz-Energiekennzahl (NEZ) > 100 kWh/m²a bei einem A/V-Verhältnis von 0,8 nach erfolgter Sanierung eine NEZ 75 kWh/m²a erreicht wird, kann der Handwerkerbonus gemäß § 4. Abs. 7 der Oö. Wohnhaussanierungs-Verordnung I 2012 gewählt werden. Förderbar sind ausschließlich bauliche Maßnahmen innerhalb einer bestehenden Wohnung im Zusammenhang mit:

  • Grundrissänderungen
  • Elektroinstallationen
  • Wasserinstallationen

Die Darlehenssumme, bis zu welcher Annuitätenzuschüsse gewährt werden, beträgt beim "Handwerkerbonus"  maximal 6.000 Euro pro Eigenheim und ist im jeweils höchstmöglichen Darlehensgesamtbetrag enthalten. Über mindestens die Hälfte dieses Betrages sind Professionistenrechnungen mit Verrechnung von Arbeitszeit vorzulegen, die restlichen Rechnungen müssen für die Dauer von sieben Jahren zum Zweck der Überprüfung aufbewahrt werden.

3. Zubau und / oder Einbau von zusätzlichen Wohnräumen bzw. Wohnungen zum bestehenden Wohnhaus

Es besteht die Möglichkeit, neben einer Förderung für die Sanierung des bestehenden Wohngebäudes bei der Errichtung von zusätzlichen Wohnräumen/Wohnungen eine Förderung für Zubau oder Einbau (z.B. in das bestehende Dachgeschoß, Kellergeschoß, Wirtschaftsgebäude, etc. ....) in Anspruch zu nehmen. Nach Fertigstellung dürfen insgesamt maximal 3 Wohnungen im Wohnhaus bestehen.

Die Darlehenssumme, bis zu welcher Annuitätenzuschüsse gewährt werden, beträgt
beim Einbau: maximal 250 Euro/m², höchstens jedoch 20.000 Euro pro Wohnung
beim Zubau:  maximal 370 Euro/m², höchstens jedoch 30.000 Euro pro Wohnung
bei kombiniertem Zu- und Einbau höchstens 30.000 Euro pro Wohnung.

Förderbar sind sämtliche Kosten, die die Errichtung der neuen Wohnräume/Wohnung(en) betreffen inkl. Elektroinstallation, Sanitär-Rohinstallation, Heizungsinstallation, Estrich und Innenputz.
Beim Zubau zählen zusätzlich auch die Kosten für Außenhülle, Fenster, Dach und Dämmung der Geschoßdecken. Die energetischen Mindestkriterien gelten für sämtliche Einzelbauteile des Zubaus/Neubaus, es sei denn, das gesamte Gebäude einschließlich des Zubaus/Neubaus erreicht eine NEZ von 75 kWh/m²a.

Achtung: Wenn Sie die Förderung für die Sanierung des Bestandes und die Errichtung von neuem Wohnraum durch Zubau/Einbau beantragen wollen, ist es erforderlich, die Rechnungen bereits im Vorhinein nach den jeweiligen Baumaßnahmen (Sanierung Bestand und Errichtung von neuem Wohnraum durch Zubau/Einbau) zu trennen.
Die Rechnungen für den Zubau bzw. Einbau müssen nicht vorgelegt werden, jedoch für die Dauer von 7 Jahren zum Zweck der Überprüfung aufbewahrt werden.

Die Baubewilligung des zu erweiternden Hauses muss zum Zeitpunkt der Einreichung des Förderungsansuchens mindestens 10 Jahre zurückliegen. Eine Baubewilligung oder eine von der Baubehörde zur Kenntnis genommene Bauanzeige sowie eine Bestätigung der Gemeinde über die Fertigstellung des Bauvorhabens sind vorzulegen.

4. Landesbonus "Thermische Sanierung":

Für die Beauftragung eines als Mitglied der Architekten- und Ingenieurskonsulentenkammer tätigen Architektin und Architekten, Ingenieurskonsulentin und Ingenieurskonsulenten oder eines planenden Baumeisters bzw. einer Baumeisterin, der bzw. die sich gegenüber der Wirtschaftskammer zur Einhaltung derselben Unabhängigkeits- und Standesregeln verpflichtet und der bzw. die beim konkreten Sanierungsvorhaben keine ausführenden Tätigkeiten durchführt, mit einer Dienstleistung bestehend zumindest aus der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen, der technischen Prüfung von Angeboten und der technischen Abnahmeprüfung der Ausführung für und in Verbindung mit einer Sanierungsförderung kann ein Landesbonus "Thermische Sanierung" in Form eines Bauzuschusses in Höhe von 375 Euro gewährt werden.

5. Schaffung von Wohnungen in bisher nicht für Wohnzwecke genützte Gebäude (freistehende Gebäude wie z.B. Wirtschaftsgebäude, Garagen, Büro- oder Geschäftsgebäude, etc. ....):

Bei der Schaffung von Wohnungen in bisher nicht für Wohnzwecke genützte Gebäude beträgt die Darlehenssumme, bis zu welcher Annuitätenzuschüsse gewährt werden, bei einer Wohnung höchstens 37.000 Euro (beim Minimalenergiehaus höchstens 40.000 Euro), bei 2 Wohnungen höchstens 45.000 Euro und bei 3 Wohnungen höchstens 50.000 Euro.

Förderbar sind sämtliche Kosten, die die Errichtung der neuen Wohnräume/Wohnung(en) betreffen inkl. Elektroinstallation, Sanitär-Rohinstallation, Heizungsinstallation, Estrich und Innenputz sowie die Kosten für Außenhülle, Fenster, Dach und Dämmung der Geschoßdecken. Die energietechnischen Mindestkriterien gelten für sämtliche Einzelbauteile, es sei denn, das gesamte Gebäude erreicht eine NEZ von 75 kWh/m²a.

6. Ökologische Dämmstoffe:

Werden ökologische Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet, so erhöht sich die  Darlehenssumme, bis zu welcher Annuitätenzuschüsse gewährt werden, um 5.000 Euro. Sämtliche Außenbauteile (Außenwand, oberste Decke/Dach, Kellerdecke, erdanliegender Boden – ausgenommen erdberührende Dämmung) müssen zu 100 Prozent mit nachwachsenden ökologischen Dämmstoffen versehen werden. Zusätze gegen Feuer, Wasser und Schädlinge sowie Stützfasern sind zulässig. Nachwachsende ökologische Dämmstoffe sind z.B. Flachs, Hanf, Holzfaser, Schafwolle, Stroh, Zellulose und Kork. Die Wärmeleitfähigkeit muss 0,06 W/m²K sein (Lambda-Wert).

7. Denkmalschutz:

Bei denkmalgeschützten Gebäuden im Ortskern erhöht sich die Darlehenssumme, bis zu welcher Annuitätenzuschüsse gewährt werden, um 8.000 Euro. Denkmalschutz ist mit einem Bescheid des Bundesdenkmalamtes zu belegen.

Wie wird gefördert?

Die Sanierungsförderung besteht alternativ in der Gewährung von Annuitätenzuschüssen (siehe Punkt 1) zu einem Darlehen (Laufzeit 15 Jahre/25 Jahre) bzw. einem Hypothekardarlehen (Laufzeit 30 Jahre) oder einem nicht rückzahlbaren Bauzuschuss (siehe Punkt 2). Eine Splittung der Förderarten ist nicht zulässig.

1. Annuitätenzuschüsse (AZ) zu einem Bankdarlehen (Laufzeit 15 Jahre/25 Jahre) bzw. zu einem Hypothekardarlehen (Laufzeit 30 Jahre)

Die Darlehenssumme, bis zu welcher Annuitätenzuschüsse gewährt werden, beträgt bei einem Darlehen gemäß § 16 Oö. WFG 1993  (Laufzeit: 15 Jahre/25 Jahre) bei 1 Wohnung höchstens 37.000 Euro (Minimalenergiehaus höchstens 40.000 Euro), bei 2 und 3 Wohnungen höchstens 45.000 Euro, sofern die Baubewilligung der Wohnungen mindestens 20 Jahre zurückliegt.

Die Darlehenssumme, bis zu welcher Annuitätenzuschüsse gewährt werden, beträgt bei einem Hypothekardarlehen gemäß § 2 Z 16 Oö. WFG 1993 (Laufzeit: 30 Jahre) bei 1 Wohnung höchstens 74.000 Euro (Minimalenergiehaus höchstens 80.000 Euro), bei 2 und 3 Wohnungen höchstens 90.000 Euro, sofern die Baubewilligung der Wohnungen mindestens 20 Jahre zurückliegt. ACHTUNG: Diese Förderung kann nur bei gesamthafter energetischer Sanierung in Anspruch genommen werden. Der Antrag muss bis spätestens 31.08.2017 gestellt werden!

Die Darlehenssummen sind mit Rechnungen zu belegen!

 Maßnahmen  NEZ-Obergrenze AZ-Förderung   Laufzeit
 Bauteilsanierung  Einzelbauteilanforderungen  20 Prozent  15 Jahre
 Sanierungsstufe I  maximal 75 kWh/m²a  25 Prozent  15 J/30 J
 Sanierungsstufe II  maximal 65 kWh/m²a  30 Prozent  15 J/30 J
 Sanierungsstufe III  maximal 45 kWh/m²a  35 Prozent  15 J/30 J
 Minimalenergiehaussanierung  maximal 15 kWh/m²a  40 Prozent  25 J/30 J

Höhe des mit Annuitätenzuschüssen geförderten Darlehens

Sanierung des bestehenden Wohngebäudes (mindestens 20 Jahre alt) Bestandsförderung   
 1 Wohnung 1)

 37.000 Euro (15 J)

 74.000 Euro (30 J)

 Minimalenergiehaus 1)

 40.000 Euro (25 J)

 80.000 Euro (30 J)

 2 oder 3 Wohnungen 1)

 45.000 Euro (15 J)

 90.000 Euro (30 J)

 Denkmalgeschütztes Gebäude im Ortskern + 8.000 Euro
   
1) davon maximal 6.000 Euro für Grundrissänderungen, Elektro- und Wasserinstallation (siehe Handwerkerbonus)  
   
 Erweiterung (auch zusätzlich zur Bestandsförderung)  
 Einbau von zusätzlichem Wohnraum (max. 250 Euro/m²) 2)  20.000 Euro
 Zubau bzw. Aufstockung von zusätzlichem Wohnraum (max. 370 Euro/m²) 2)  30.000 Euro
 Bei Kombination von Zu- und Einbau pro Wohnung  2)  30.000 Euro (max.)
   
 2) pro Wohnung bzw. Wohnungserweiterung  
   
 Schaffung von Wohnungen in bisher nicht für Wohnzwecke genützte Gebäude  
 1 Wohnung  37.000 Euro
 Minimalenergiehaus  40.000 Euro
 2 Wohnungen  45.000 Euro
 3 Wohnungen  50.000 Euro
   
 Zusätzlich  
 Verwendung ökologischer Dämmstoffe  + 5.000 Euro
 Landesbonus (Bauzuschuss)  + 375 Euro

2. Einmaliger, nicht rückzahlbarer Bauzuschuss

Der nichtrückzahlbare Bauzuschuss wird mit einem Abschlag von 40 Prozent vom Barwert des Annuitätenzuschusses berechnet. Je nach Sanierungsstufe sind das 12%, 15%, 18%, 21% oder 24% der nachgewiesenen förderfähigen Kosten.

ACHTUNG: Berechnungsgrundlage für die Ermittlung des Bauzuschusses bildet die höchstmögliche Förderungssumme des mit Annuitätenzuschüssen geförderten 15- bzw. 25- jährigen Darlehens!

Wichtige Hinweise:

  • Förderbar sind nur solche Sanierungsarbeiten, die durch gewerblich befugte Unternehmen durchgeführt oder deren Vornahme durch Materialrechnungen in Höhe von mindestens 150 Euro nachgewiesen worden sind.
  • Der Nachweis erfolgt durch die Vorlage von Rechnungen, welche nicht älter als 2 Jahre sein dürfen.
  • Bei pauschalierten Förderungen (siehe Zu- und Einbau) kann auf die Vorlage von Rechnungen verzichtet werden. Die entsprechenden Rechnungen müssen jedoch für Überprüfungen für die Dauer von 7 Jahren aufbewahrt werden.
  • Der Nachweis über die Energiekennzahl bzw. die Erfüllung der Anforderungen bei energetischen Einzelmaßnahmen erfolgt durch einen kostenlosen Befund des Energiesparverbands. Zu diesem Zweck senden Sie bitte die "Bauteilbeschreibung Sanierung" (siehe Beilage im Antragsformular) und eine Kopie Ihres aktuellen Bauplans direkt an den Energiesparverband, Landstraße 45, 4020 Linz.
  • Grundlage für die Bewertung der Förderungshöhe bilden der energetische Befund, der diesem Befund zugrunde liegende Bauplan und die diesem Befund zugrunde liegende „Bauteilbeschreibung Sanierung".

  • Nach Ablauf von 10 Jahren nach Zusicherung kann die Landesregierung beschließen, die Annuitätenzuschüsse neu zu bemessen. Die Höhe der Annuitätenzuschüsse kann jeweils neu bemessen werden, wenn sich die Einkommenssituation der Darlehensschuldnerin oder des Darlehensschuldners und der mit ihr oder ihm im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegattin und Ehegatten, Lebensgefährtin und Lebensgefährten oder eingetragene Partnerin und Partner wesentlich erhöht hat. Die Annuitätenzuschüsse können auch zur Gänze entfallen, wenn die Einkommensgrenzen, die die Voraussetzung der Förderbarkeit bilden, überschritten werden.

  • Die Wohnung muss zur Befriedigung eines dauernden Wohnbedürfnisses regelmäßig verwendet werden. Ehepaare und eingetragene Partner müssen denselben Hauptwohnsitz haben.
  • Zweitwohnsitze werden nicht gefördert.
  • Eine Förderung kann nur dann gewährt werden, wenn bei Neubezug einer sanierten Wohnung die bisherige Wohnung nachweislich weitervermietet oder die Wohnung verkauft wird.
  • Wurde bereits für den Kauf des Hauses eine Förderung bewilligt, so kann der Differenzbetrag auf die jeweilige maximale Darlehenshöhe bewilligt werden.
  • Bei Inanspruchnahme eines Bauzuschusses für den höchstmöglichen Förderbetrag kann während der Dauer der zugrunde gelegten AZ-Förderung (15 oder 25 Jahre) keine Sanierungsförderung mehr gewährt werden.
  • Förderungsvoraussetzung ist die Einhaltung ökologischer Mindestkriterien.
  • Eine nicht widmungsgemäße Verwendung hat die Einstellung der Zuschüsse bzw. die Rückforderung der Förderung zur Folge!

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Folgende Unterlagen werden benötigt:

Bitte übermitteln Sie keine Originalunterlagen, da diese nicht retourniert werden können.

  1. Aktueller Grundbuchsauszug
  2. Grundrissplan (auch Handskizze) des bestehenden Gebäudes mit Angabe der je Raum und der aktuellen Raumbezeichnung
  3. Falls für die Baumaßnahmen eine Baubewilligung oder eine Bauanzeige erforderlich ist:
    Baubewilligung bzw. eine von der Baubehörde zur Kenntnis genommene Bauanzeige
    Färbige Ausfertigung oder Farbkopie des baubehördlich genehmigten Bauplans
  4. Energetischer Befund des Energiesparverbandes
    Zu diesem Zweck senden Sie bitte die „Bauteilbeschreibung Sanierung“ (siehe Beilage) und eine Kopie Ihres aktuellen Bauplans direkt an den Energiesparverband, Landstr. 45, 4020 Linz.
  5. Detaillierte Rechnungen und Einzahlungsbelege über die in den letzten 2 Jahren durchgeführten Sanierungsmaß­nahmen (bei Telebanking Übernahmebestätigung). Alle Energiesparmaßnahmen, die zum energetischen Befund des Energiesparverbandes geführt haben, sind durch Rechnungen zu belegen. Bei pauschalierten Förderungen für Zubau und Einbau müssen die Rechnungen nicht vorgelegt werden, sondern lediglich für Kontrollen mind.  7 Jahre aufbewahrt werden.
  6. Aufstellung der Sanierungskosten getrennt nach Sanierungsmaßnahmen
  7. Einkommensnachweise für das vorangegangene Kalenderjahr der/des Förderungswerber/s und deren Ehegatten bzw. Lebensgefährten und eingetragene Partner. Der Nachweis ist zu erbringen durch Jahreslohnzettel, gegebenenfalls Einkommensteuer- bzw. Einheitswertbescheid, Bestätigung über Bezug von Arbeitslosen-, Kinderbetreuungs- und Wochengeld, bedarfsorientierte Mindestsicherung, Notstandshilfe, u. dgl.
  8. Meldezettel für alle Bewohner des sanierten Objekts
  9. Mietverträge, nur bei Vermietung
  10. Antragsteller, die nicht aus dem EWR-Raum stammen, haben den ununterbrochenen Aufenthalt in Österreich von mehr als 5 Jahren mittels Meldebestätigung(en) nachzuweisen und für diesen Zeitraum Einkommens- bzw. Leistungsnachweise von mindestens 36 Monaten vorzulegen.

HINWEIS:

Die Bearbeitung ist nur dann möglich, wenn alle erforderlichen Unterlagen angeschlossen sind.

Abwicklung / Antragstellung

Der Antrag ist mittels Formular an die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, zu richten.

Tipp: Es besteht die Möglichkeit, ein kostenloses Beratungsgespräch und die Erstellung des energetischen Befundes durch den Energiesparverband bereits VOR Durchführung der Sanierungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Wenn der energetische Befund bereits bei Antragstellung vorliegt, verkürzt sich die Bearbeitungszeit in der Abteilung Wohnbauförderung wesentlich!

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 E-Mail post@ooe.gv.at