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Hausgarten

Damit sich im eigenen Hausgarten ein guter Ertrag einstellt sowie vitale und schöne Pflanzen gedeihen, bedarf es eines gesunden Bodens. Was kann ich für die Bodengesundheit in meinem Garten tun?

Mit ein paar einfachen Tricks kann man auch im eigenen Hausgarten für einen gesunden Boden sorgen:

Gründüngen

Gründüngung bzw. das Begrünen von Ackerflächen ist für Bodentiere und Bodenstruktur besser, als die nackte, umgebrochene Scholle überwintern zu lassen. Geeignete Gründüngungspflanzen sind zum Beispiel Senf/Hafer im Herbst oder Vogerlsalat über den Winter. Man kann auch den bestehenden Pflanzenbewuchs einfach stehen lassen. Gründüngung fördert die Bodenlebewesen, hemmt die Bodenerosion und das Versickern der Nährstoffe in das Grundwasser.

Lockern statt Umstechen

Umstechen im Herbst führt dazu, dass der natürliche Bodenaufbau gestört wird. Die stark belebte Humusschicht wird nach unten gedreht, wo sie den Pflanzenwurzeln als Nährstoffreserve nicht zur Verfügung steht. Tiere, die für ein Leben in den tieferen Bodenschichten ausgerüstet sind (ohne Hautpigmente zum Schutz vor dem UV-Licht, augenlos und kurzbeinig) und Tiere, die über die Winterzeit in den tieferen Bodenschichten Schutz suchen, werden nach oben befördert. Tiere, die an der Oberfläche leben, werden vergraben. Besser ist es, erst im Frühjahr den Boden zu lockern und nicht umzustechen. Bei schweren Böden kann mit der Grabgabel gelockert werden.

Mulchen

Mulchen ist das Aufbringen einer dünnen Decke aus Pflanzenmaterial, wie z.B. angewelkter Grasschnitt. Es fördert die Bodenlebewesen, den Humusaufbau und schützt den Boden gleichzeitig vor Temperatur- sowie Feuchtigkeitsschwankungen. Die Düngewirkung verbessert sich besonders, wenn junge Brennnesseln mitverwendet werden. Die Schicht sollte nur wenige Zentimeter hoch aufgebracht und nicht eingearbeitet werden.

Mineraldünger sparen

Wenn möglich, sollte auf Mineraldünger verzichtet werden. Verwenden Sie lieber Kompost oder biologische Düngemittel. Mineraldünger hat den Vorteil, dass er rasch wirkt und gezielt eingesetzt werden kann. Untersuchungen von Gartenböden zeigen jedoch, dass viele Böden überdüngt sind. Bei Überdüngung werden die Pflanzen krankheitsanfälliger, geschmackloser und es besteht zusätzlich die Gefahr von Nitrateinträgen in das Grundwasser. Die gesetzlich zulässige Obergrenze von 210 kg pro Hektar und Jahr wird z.B. bei einem Rasenlangzeitdünger mit 88 g pro und Jahr erreicht. Das ist weniger als ein halbvoller Creme-fraiche-Becher mit Dünger pro Jahr und !

Kompostieren

Eigener Kompost ist ein kostenloser idealer "Dünger" und Bodenverbesserer. Die Qualität ist abhängig vom Kompostplatz (gut sind: Halbschatten, Windschutz, lockerer Untergrund) sowie einer ausgewogenen Mischung aus Laub, Grasschnitt, Häckselmaterial, Erde und Bioabfall. Trockenes und feuchtes Material soll sich die Waage halten. Wichtig ist auch eine ausreichende Luftzufuhr, daher den Kompost regelmäßig umschaufeln. Ziel ist es, im Kompost ein ausgewogenes Luft- und Wasserverhältnis sowie ein ausgeglichenes Nährstoffverhältnis, vor allem zwischen Kohlenstoff und Stickstoff, zu schaffen. Zur Düngung einen bis maximal sechs Liter Kompost pro Quadratmeter oberflächlich ausbringen - nicht einarbeiten.

    

Weiterführende Informationen

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