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Rechtliche Informationen - Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

Informationen zum aktuellen Bundes- und Landesrecht, derzeit anhängige UVP-Verfahren im Überblick

Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000 - UVP-G 2000

Welser Kieswerke Treul & Co GmbH

Die Welser Kieswerke Treul & Co GmbH, Gunskirchen, hat um die Erteilung der Genehmigung für das Vorhaben der Erweiterung ihres Kiesabbaues in den Marktgemeinden Stadl-Paura und Lambach nach den Bestimmungen des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000 – UVP-G 2000 angesucht. Dieses Vorhaben ist von der Oö. Landesregierung einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu unterziehen. Nach Durchführung des Verfahrens wird ein Bescheid erlassen werden.

Der bestehende Kiesabbau in Stadl-Paura soll in westlicher Richtung um eine Gesamtfläche von ca. 20,9 ha (KG 51125 Stadl-Hausruck, EZ 74, 135, 179, 206, 220, 230, 232, 241, 242, 243, 247, 252, 255, 293, 297, 410, 452, 466, 497, 547, 551, 559, 562, 612, 627, 632) erweitert werden. Der Abbau erfolgt abschnittsweise in Form einer Trockenbaggerung; abgebaute Abschnitte werden renaturiert. Die bestehenden Werksanlagen dienen weiterhin der Aufbereitung des gewonnenen Kieses. Das auf insgesamt 63 Jahre ausgelegte Projekt kann in zwei Ausbaustufen realisiert werden. Die Ausbaustufe 1 sieht die Fortführung des bisherigen Abbau- und Transportkonzeptes mit gleicher Frequenz und Routenführung vor. In Erweiterung dieses Konzepts kann innerhalb von 5 Jahren ab Vorhabensbeginn bei Ausbaustufe 2 eine direkte Anbindung (Ausfahrt Nord) an die nördlich verlaufende B 1 errichtet werden, die eine stufenweise Erhöhung der jährlichen Abbaumenge und Transportfrequenz ermöglicht. Die neue Ausfahrt Nord (Korridor, Vorlanddamm, Brücke über die Ager, Auffahrt zur B 1) liegt im Gemeindegebiet von Lambach (KG 51117 Lambach, EZ 134, 816, 946, 1182) und Stadl-Paura (KG 51125 Stadl-Hausruck, EZ 246, 632). Die erforderlichen Rodungen, die mehrheitlich abschnittsweise mit nachfolgender Wiederbewaldung durchgeführt werden, erstrecken sich auf ein Gebiet von insgesamt 40,3 ha. Die Endgestaltung erfolgt nach einem naturschutzfachlich ausgearbeiteten Konzept.

Weiterführende Informationen

Hochwasserdamm Machland

Errichtung von Hochwasserschutzeinrichtungen in den Gemeinden Mauthausen, Naarn, Mitterkirchen, Baumgartenberg, Saxen, Grein und St. Nikola (Schutzbauten in Form von Dämmen und Mauern mit mobilen Elementen mit einer Gesamtlänge von rund 38 Kilometer zum Schutz der gefährdeten Siedlungsbereiche) ausgelegt auf 30- bis 100-Jährlichkeit. Die Grundsatzgenehmigung und die Abschnittsdetailgenehmigungen für alle acht Baulose wurden erteilt.

Aktuell wird das Abnahmeverfahren durchgeführt. In diesem Verfahren wird für jedes Baulos geprüft, ob die Übereinstimmung mit den Genehmigungen gegeben ist. Für die Baulose Mauthausen und Grein konnte das Abnahmeverfahren bereits abgeschlossen werden.

Beim Donauhochwasser im Juni 2013 konnte der Hochwasserdamm Machland seine Schutzwirkung erfolgreich unter Beweis stellen. Derzeit werden die Auswirkungen des Hochwassers auf das Dammbauwerk erhoben. Mit den gewonnenen Kenntnissen soll die Schutzwirkung weiter verbessert werden. Diese Maßnahmen werden im laufenden Verfahren berücksichtigt.

voestalpine Stahl GmbH, Projekt "L6"

voestalpine Stahl GmbH und voestalpine Grobblech GmbH, Linz; 2006 wurde eine Erhöhung der Roheisen- und Rohstahlkapazität beantragt. Die Grundsatzgenehmigung dazu wurde bereits erteilt, derzeit sind noch Verfahren zur Detailgenehmigung anhängig.

UVP-Verfahren

Abteilung Anlagen-, Umwelt- und Wasserrecht

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